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Römische Landwirtschaft

Als die Römer langsam aber sicher rund um Christi Geburt den Norden, wie das heutige Frankreich, Teile des linksrheinischen Deutschland und Großbritannien eroberten und besetzten, machten sich auch mittelmeerische Lebensgewohnheiten in diesem Teil Europas breit. Zum Beispiel das römische Landleben, dass allerdings durchaus landestypische Züge trug. So besaßen die römerzeitlichen Bauernhäuser im Rheinland eine ganz eigenartige Architektur. Mit den römischen Landvillen in Italien hatten sie lediglich den Namen gemeinsam, nämlich die ,,villa rustica“.

Römische Küche auf einem römischen Bauernhof. Abbildung aus dem Buch ,,Villa rustica".
Foto: Ph. v. Zabern

Allerdings brachten sie bis dahin unbekannte Anbaumethoden und Feldfrüchte in den Norden Europas. In diesem Teil des römischen Imperiums, wie auch in Italien selbst, hatte die Landwirtschaft existentiellen Einfluss auf das Leben der Menschen. Sie, die Landwirtschaft, sorgte für das Überleben, den Lebensstil und die Unabhängigkeit der Römer. Die römischen Schriftsteller Cato, Varro, Columella und Palladius haben grundsätzliche Werke über die alle Angelegenheiten der Landwirtschaft geschrieben, so dass uns auch die überlieferten Schriftquellen sehr genau über Arbeit und Produkte auf dem Lande informieren. Archäologen entrissen der Erde im ehemaligen Gallien und den gallischen und germanischen Teilen rechts des Rheins Zeugnisse römischen Landlebens. Abbildungen auf Säulen, Grabmälern und Mosaikfußböden informieren über Leben und Speisen auf dem Lande.

Römischer Gott der Winzer und Küfer
Foto: Ph. v. Zabern

Die Archäologin Dr. Ursula Heimberg hat ein kenntnisreiches Buch zum Thema geschrieben, dass der Verlag Philipp von Zabern auf den Markt brachte: Villa rustica – Leben und Arbeiten auf römischen Landgütern. Wir greifen aus den Themen mal den Weinbau heraus, den die Römer besonders an Rhein und Mosel zur besonderen Reife brachten. Am Ufer der Mosel und am Rand der steilen Weinberge gruben die Archäologen ganze Kelteranlagen aus dem Boden und einen nur für Gallien bezeugten Gott der Küfer und Winzer, Sucellus mit Namen.
Jetzt kommt ja wieder die Zeit der Geschenke. Für Menschen, die an Geschichte und der Feinschmeckerei interessiert sind, ist dieses Buch das ideale Geschenk.

Info:
Ursurla Heimberg
Villa rustica
ISBN-Nr. 978-3-8053-4318-3
Philipp von Zabern
http://www.zabern.de
Preis: 29,90 €



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