Die Weißweine baut Rainer Marx in Edelstahl aus, die Rotweine werden von Eichenholz verwöhnt. Von Kindsbeinen an wuchs Rainer Marx seit etwas mehr als 40 Jahren in die Weinbereitung hinein, vertiefte und ergänzte das intuitiv Gelernte durch ein Studium und schätzt tagtäglich den klimabegünstigten Standort seiner 8 Hektar großen Lebens- und Arbeitsstätte. „Bedingt durch die verschiedenen Bodenarten, die hohen Temperaturen und das regenarme Klima, wachsen in unseren Weinbergen eine Vielzahl unterschiedlichster weißer und roter Rebsorten. So erhalten wir eine außergewöhnliche Palette von Weinen, in denen sich der Charakter des Nahelandes wiederspiegelt“. Und den könnte man als markant frisch mit kräftiger Säure beschreiben. Aber es gibt ihn nicht wirklich, den prototypischen Wein und das ist gut so. Die Weine von Rainer Marx zeichnen sich durch Geradlinigkeit aus, die „Besten“ werden auserwählt und mit einem „S“ wie Selektion gekennzeichnet.
Der Riesling 2009 - Römerberg „S“ trocken schimmert blassgelb mit grünen Blitzen und schmeckt fruchtbetont und frisch. Durch verhaltene Süße und ordentlichen Abgang überzeugt er feingeschmacklich. Dominante Zitrusnoten, Kernobst und Kräuter harmonieren mit rassiger Säure. Der Römerberg ist eine nach Südwesten ausgerichtete, abschüssige Lage, darin etwa 15 Jahre alte Reben auf rotem Sandstein wachsen.