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Weingut Kloster am Spitz

Die Rieden (Lagen) des Weingutes Kloster am Spitz.

Kommandozentrale ,,Baumhaus"

Dort, wo einst die Mönche der bescheidenen Einsiedelei Kloster am Spitz dem Himmel ganz nah waren und der Blick auf die unendlich weite Landschaft die Klausur erträglich machte, steht heute das „Baumhaus“. Es ist Kommandozentrale und Zufluchtsort, aber nicht Weltabkehr. Das Weingut von Thomas Schwarz oberhalb von Purbach an den Hängen des Leithabergs ist eine einzige Idylle und hier kommen Kellermeister und Betriebsinhaber Thomas Schwarz die besten Ideen. Hier genießt er den freien Blick in die Natur und hier schöpft er Kraft für seine Reise in die Seele des Weins, den er anbaut und keltert.
Die Leithaberge sind die letzten 35 Kilometer langen Ausläufer der Alpen und bilden eine Verbindung zu den Karpaten und die Grenze zwischen Niederösterreich und dem Burgenland. Geologisch wie klimatisch phänomenal ist diese Gegend, die von Millionen von Jahren alten verwitterten Meeresbewohnern im Bergmassiv und dem nahen See profitiert. Der urmeerische Bodenmix aus Verwitterungsgestein Gneis, Glimmer, Muschelkalk, Sand und Lehm, der sogenannte „Leithakalk“, prägt die Weine subtil mineralisch. Besondere Vorzüge genießen die nach Südosten ausgerichteten Hänge. Hier reifen die Trauben langsam, genießen nachmittäglichen Schatten und nächtlich kühlende Winde.

Winzer Thomas Schwarz vor seiner Kommandozentrale, dem Baumhaus.

Den 20jährigen Südostlagen Eisner und Bauernfeind entstammen die Trauben der Sorten Chardonnay und Weißburgunder für die Cuvée mit Namen „Muschelkalk“.
Kloster am Spitz „Muschelkalk“ 2009 bio aus 90 % Chardonnay und 10 % Pinot blanc überzeugt ausdrucksstark durch dichten Birnenduft, aromatische Quitte und zartes Aprikosen-Karamell-Dessert. Hell Goldgelb balanciert der “Muschelkalk“ filigrane Säure, salzige Mineralität und eleganten Schmelz miteinander aus. Die Trauben werden in offenen Bottichen vorsichtig gequetscht und langsam gepresst, dann ohne Kühlung und Hefe in Eichenfässern vergoren. „Muschelkalk“ besticht durch Vielfruchtigkeit, viel Schwung und lange Präsenz am Gaumen.
Der Bio-Winzer Thomas Schwarz vom Kloster am Spitz erzeugt generell authentische, ja sachliche Weine von charakterfester Art. Zwar aus Rotweintrauben, aber eher ein Weißwein ist der Roséwein, der seine unterschiedliche Farbintensität durch längeren oder kürzeren Kontakt mit den Beerenschalen erhält. Wegen seiner Leichtigkeit und Frische ist der Rosè ein geschätztes Sommergetränk. Er harmoniert gut gekühlt mit Fisch oder Antipasti.

Klosterreste auf dem Gelände des Weingutes.

Kloster am Spitz Spitz rosé 2010 bio trägt den satt rosaroten Geschmack von Sonne, Stachelbeere, Rhabarber und Pflaumensaft wie ein luftiges Sommerkleid. Erfrischend für Nase und Gaumen tanzt dieser Rosé von 16 Jahre alten Reben aus Blaufränkisch und Syrah einem prickelnden Feierabend entgegen.
Kloster am Spitz Rosé brut bio aus Blaufränkisch entwickelte seine grazile Art durch 6-monatiges Hefelager und traditionelle Flaschengärung. Munter treiben feine Perlen ein ausdauerndes Spiel mit fruchtigen Noten von Erdbeeren, Holunderblüten und flüchtigem Rosenhauch. Hocharomatische Holunderblüten bilden mit dem Innbegriff des Sommers, Rosen und Erdbeeren, eine prachtfrüchtige Aromatik-Kombination. Ein quirliges Vergnügen der leichtfüßigen Art, zergeht wie Fruchtsorbet auf der Zunge und weckt Hoffnungen auf den Sommer.
Kloster am Spitz Spitzmühle 2010 bio ist die Hausmarke des Weingutes und eine trocken fruchtige Cuvée aus Grünem Veltliner und Rotem Muskateller. Die goldig grüne Tönung im Glas trägt blumigen Duft und ganz leichte Muskatnoten. Zarter Geschmack von Aprikosen, Pfirsichen und Mandarinen harmoniert mit süß-säuerlichem Exotentouch. Ein Trinkvergnügen der blumig-fruchtigen Art von feinwürzigem Charakter.

Der Geist der Natur wirkt mit und ist Teil des Handwerks des Winzers Thomas Schwarz.

Längst hatte Thomas Schwarz Kellererfahrung, als er vor gut 5 Jahren das elterliche Weingut übernahm und den 14 Hektar großen Betrieb auf biologische Anbauweise umstellte. Mittlerweile wirtschaftet er sogar organisch-biologisch. Der Bruder verwandelte derweil eine „Gaststube der kurzen Einkehr“ in ein heute renommiertes Hotel. Thomas Schwarz setzt auf Rotwein, zu 75 Prozent sind die Weinbauflächen mit roten Trauben bestockt. Blaufränkisch steht an erster Stelle, seine Leidenschaft ist der Pinot Noir.
Kloster am Spitz Blaufränkisch bio 2008 reifte im großen Fass und strömt satt rubinrot würzig ins Glas. Ein kräftig süffiger Wein von intensiver Konsistenz und einem einzigartigen Preis-Genuss-Verhältnis.
Aus Prinzip und der Einzigartigkeit wegen, lässt Thomas Schwarz seine Weine riedenweise (lagenweise) vergären. Manchmal sind es sogar einzelne Parzellen. Im offenen Bottich vergoren wird die Cuvée Nepomuk. Stuart Pigott schreibt in „Wein spricht Deutsch“ über den modernen Weinkeller und den Muskeleinsatz von Thomas Schwarz. Weil das Verhältnis von Saft zu Schale sehr wichtig sei und um aus den Beerenschalen die Farb- und Inhaltsstoffe auszulösen, taucht der Winzer den Tresterkuchen ein- bis zweimal pro Tag mit einem Stößel unter. Mit Muskelkraft wird hier um Weine voller Substanz und Finesse gerungen. Sechs bis sieben Wochen bleiben Beeren und Schalen zusammen, da blubbert es aus einer Vielzahl von Bottichen langsam vor sich hin.

Herbst in den Weinbergen des Kloster am Spitz.

Kloster am Spitz Antonius 2008 bio aus Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot stammt aus 10 bis 15 jährigen Weingärten. Von Hand gelesene Trauben werden behutsam in kleine Boxen gelegt und dann im offenen Bottich vergoren. Bis zur Abfüllung verbringt der noch zu werdende Wein zuerst 12 Monate im großen Eichenfass und weitere elf Monate im kleinen Fass. Der fertige Antonius kann nun dunkel rubinrot mit granat- bis violettfarbigen Rändern ins Glas fließen. Er hat einen intensiven Duft von Holunder, Schwarzkirsche und  Kakao angenommen. Der Geschmack ist trocken und warm zugleich, feurige Eleganz betonen die Pfeffernoten, seidig haftet er lang mit Preiselbeeren und Kirschlikör am Gaumen. Schokolade und Zimt bestimmen den Abschied. Tannine und Säure sind gezähmt. Ein intensiver Wein, der sein rechtes Maß kennt.
Vielfach ausgezeichnet sind die stilvollen Weine des Individualisten Thomas Schwarz, besonders die Weine aus den Rieden Eisner und Rohrwolf.
Wer mehr über die extrem bodengeprägten Weine auf hohem Niveau wissen möchte, findet Infos unter: http://www.klosterapitz.at



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