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Waltraud Reisner-Igler ist der kreative Geist im Weingut Igler.

Großmeister des Rotweins

Das Igler-Team hält Brotzeit im Weingarten.

Lyrische Momentaufnahmen einer surrealen Landschaft voller Nachdenklichkeit und Seele von einem bedeutenden Zeitgenossen schmücken die Weinflaschen des Weingutes Hans Igler. „Weinkultur passiert nicht nur in der Flasche, sondern auch auf der Flasche“. Diese Devise bewog Hans Igler und Prof. Anton Lehmden, Maler mit phantastisch realistischer Ausdrucksweise, zur ersten künstlerisch gestalteten Flaschenetikettenreihe des Landes. Nicht nur deshalb galt Hans Igler als „Großmeister“ des burgenländischen Rotweins, als Weinpapst, der das Rotweinwunder möglich machte und bewies, dass es gar kein Wunder war. Er reduzierte dafür die Sortenvielfalt, experimentierte mit gebrauchten Fässern eines der vier Grand-Cru-Weingüter des Bordeaux am biologischen Säureabbau, erzielte legendäre Erfolge und wurde Vorbild vieler Winzerkollegen.

Vor 16 Jahren verstarb Hans Igler, aber die Nachfahren setzen den ambitionierten Weg der Perfektionierung des mittelburgenländischen Rotweins weiter fort und heißen Waltraud Reisner-Igler, Wolfgang, Clemens und Edith. Die Iglerschen Reben wachsen geschützt an den Hängen des Ödenburger Gebirges auf schwerem, sandig-lehmigem Schotterboden mit ausgewogenem Wasserhaushalt.
Die Iglerschen Weine sind so etwas wie Markenzeichen für die Region und in der Mehrzahl Rotweine. Allen voran Weine aus den Sorten Zweigelt und Blaufränkisch, aber auch Pinot Noir, Cabernet Sauvignon und Merlot. Im rund 200 Jahre alten Schafflerhof, einem 2009 revitalisierten und ehemals dem Ruin überlassenen Gutshof des nahe gelegenen Schlosses Deutschkreutz, auf dem Schafzucht betrieben wurde, kann der Iglersche Wein verkostet werden.

Künstlerisch gestaltete Etiketten geben dem Wein auch nach außen ein wertvolles Gepräge.

Die Vulcano-Vinothek ist ein Schmuckstück der Gastlichkeit auf der Höhe der Zeit mit historischen Wurzeln. Mit viel Liebe zum Detail entstand eine Kulisse aus Barriques bis hinauf zum imponierenden Dachstuhl, der an ein kielgeholtes Spantenskelett erinnert. Momentan lagern nur die besten Weine hier, in naher Zukunft aber soll das ganze Weingut zum Schafflerhof verlegt werden. Zwei Hauptgebäude und der riesige Innenhof bieten nötigen Raum. Natürlich kann auch das Stammhaus in Deutschkreuz besucht werden. Hier befindet sich die Produktionsstätte des Weingutes. Optimal gereifte und selektiv sowie spät gelesene Trauben werden hier erneut von mehreren Personen verlesen, damit nur wirklich perfekte Früchte die Gärhalle erreichen.
Aus den Traubensorten Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon, Zweigelt und Merlot ist die fast schon legendäre Cuvée „Vulcano“ bereitet. Der explodierende Berg von Prof. Lehmden gab den Impuls zum Namen.

Waltraud Reisner-Igler kostet, ob der Rote die opitmale Reife besitzt.

„Vulcano“ 2008, präsentiert sich mit recht tiefer rubin- bis granatroter Farbe und wirkt angenehm einnehmend durch die Harmonie seines feinduftigen süß-herben Kirschenbuketts und feine Röstaromen. Kirsche und Cassis offenbaren sich in feinen Prisen mit leicht salzigem Erdton. Von kräftig schmeichelnder Ausdruckskraft ist der muskulöse Körper, die hintergründige Fruchtsüße vollendet die fast zu perfekte Ausgewogenheit.
„Classic“ 2009 Mittelburgenland, ein Blaufränkisch der 9 Monate im großen Eichenfass reift, ist ein dynamischer Wein, dessen Charme in der Gesamtharmonie zwischen langanhaltender Frucht, Gewürz- und Holznoten in der Nase und dem kräftiger Körper liegt. Ein stoffiger Mittelburgenländer.
Blaufränkisch 2008 „Ried Hochberg“ bringt neben rubinroter Färbung konzentriert rote Beeren und herbe Noten in Einklang. Der Lagenwein aus der sehr sonnigen Riede Hochberg präsentiert sich intensiv fruchtig, kräftig und würzig am Gaumen. Ausgewogene Tannine und anhaltender Abgang mit Anklängen von Waldbeeren verschaffen ihm einen traditionellen Auftritt. Der 12monatigen Reife im kleinen sowie großen Eichenfass verdankt dieser Blaufränkisch ein facettenreiches Duft- und Geschmacksprogramm.
Cabernet Sauvignon 2008 „Ried Kart“ profitiert von den langen Sonnentagen der nach Südwesten ausgerichteten Riede Kart und deren wasserdurchlässigen Schotterböden. Dunkel rubingranatrot mit viel Cassis und Kirschen für die Nase tritt er an, um dann leichte Bitternoten, Orangenschale, Kakao und reife dunkle Beeren zu offenbaren. In der Feinheit der Aromen lassen sich Toastnoten, Karamell, Vanille und Malz vermuten. Besonders schön sind seine Kraft und der lang anhaltende feinwürzige Geschmack. Ebenmäßig eingebundene Tannine und leichte Süße summieren sich zu einem beachtlich dichten Wein.

In so einem Ambiente verkostet der Gast gern den köstlichen Wein aus dem Hause Igler.

Ein Igel in hohem Gras und warmem Abendlicht schmückt die Flasche des „Ab Ericio“, denn frei übersetzt bedeutet der Name „Vom Igel“ oder „Das Beste vom Igler“.
„Ab Ericio“ 2008, eine Cuvée aus Blaufränkisch, Merlot und Zweigelt, besitzt ein tiefes vornehmes Rot mit bläulichen Reflexen, dem einladender Duft von schwarzen Johannisbeeren, süßen Kirschen, feinen Kräutern und Zitrusschalen entströmt, getragen von feinen Holz- und Röstnoten. Kräftige Facetten jeder Komponente ergänzen die anderen, überlagern oder erdrücken sie nicht. Am Gaumen bleibt das Gesamtwerk lange haften und verabschiedet sich mit einer Komposition aus Gewürzen wie Nelke und Zimt und einer Extraportion Fülle, sowie dem Versprechen auf ein langes Leben.
Konzentrierte Blaufränkisch Energie versteckt sich hinter dem Namen „C4“. „C4“ 2007 ist mein persönlicher Favorit des verkosteten Iglerschen Sortiments. Der im Barrique ausgebaute Blaufränkisch bewegt sich rubinrot bis kirschfarben im Glas. In seinem Bukett finden sich Aromen von schwarzen Beeren, Holunder, Schlehe und Milchschokolade. Ganz dezent nimmt man Holz und Lakritz wahr sowie eine Prise Lebkuchengewürz. Frische und Ausdrucksstärke überzeugen genauso wie die Dauer seiner harmonischen Präsenz. Ein anhaltend geschmeidiges Energiebündel.

Das Igler-Team winkt zum Abschied: Auf jeden Fall gibt es ein Wiedersehen. Die Fröhlichkeit darf nicht über die Härte der Weinbergarbeit hinwegtäuschen.

Weingut Hans Igler garantiert Weinkultur auf hohem Niveau. Medaillen und Fachkritiken bestätigen dies. Ungeschminkte Tropfen von Überzeugungskraft und Zukunft. Infos zu den Menschen, den Weinen und dem Land unter: http://www.weingut-igler.at



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