Im Zellertal wachsen die meist klassischen Reben Riesling, Silvaner, Gewürztraminer, Portugieser sowie Burgundersorten. Christine Bernhard bewirtschaftet das 8 Hektar große Traditionsweingut seit 1993 sorgsam und ohne künstliche Düngung oder Biozide. Zudem pflegt sie alte Zellertaler Reben, probiert aber auch neue und frostresistente Sorten aus, die Mehltauarten, Botrytis und Trockenheit verkraften. Magere Kalkmergelböden und mäßiger Rebschnitt heben die Qualität der fruchtbetonten, meist trockenen Weine. Christine Bernhard ist Umweltingenieurin - sie verhalf als „Ecovin“-Vorsitzende dem Biowein zu Anerkennung - und für alles rund um den Wein verantwortlich, Schwester Alice für die Renovierung des Weinguts sowie die Finanzen. Gemeinsam ist den Schwestern ihre Leidenschaft für mehrdimensionale Sinnenreize. Seien es nun Geschmäcker, Anblicke oder akustische Vergnügungen. Das ganze Jahr über gibt es Angebote rund um ökologische Zusammenhänge, den Wein an sich oder es stehen Genuss oder gar Kultur im Vordergrund. Alle Aspekte verweben sich zu Erleben, Begreifen oder Genießen. Es geht um Momente von Inspiration und Harmonie, um das Zusammenspiel von Mensch und Natur.
Abraham Janson, ein Glaubensflüchtling aus Holland, ließ sich 1738 als Landwirt und Weinbauer im Zellertal nieder. Jahre später wurde das noch heute bestehende und denkmalgeschützte Gutshaus erbaut und ein wunderschöner großräumiger Park angelegt. Hier wachsen der damaligen Mode entsprechend Bäume aus aller Welt wie Zedern, Götterbäume, Douglasien und Nüsse. Der Baumbestand dient der Erholung, die Nüsse bescheren zudem noch Öle und herrliche Pesti. Der innovative Winzer Janson füllte als einer der Ersten Wein in Flaschen, seine Nachfahren kochen in der Gutsküche Fruchtaufstriche, eine sensationelle Cumberlandsauce oder Gelee aus Gewürztraminer. Köstliche Pfälzer Lebensart eben.