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Vater Norbert und Tochter Christine drehen gemeinsam die Sektflaschen und das Schicksal des Weingutes.

Christine Barth: Neues wagen

Das Sekt- und Weingut Barth im Rheingau

Benötigen Sie noch ein außergewöhnliches Geschenk? Vielleicht ein Geschenk für einen Weinliebhaber? Na, dann verschenken Sie doch einfach mal einen „kleinen Weinberg“, einen Rebstock auf und aus gutem Grund. Diese ausgefallene Idee könnte mit der Familie Barth im Rheingau verwirklicht werden. In der Lage Hattenheimer Schützenhaus beobachtet die Winzerfamilie Barth das Wachstum der nummerierten und urkundlich zu nutzenden Rieslingrebpflanze. Die Pflege wird vor Ort von den Barths übernommen und besonders darf sich jeder Rebstock-Pate auf den Herbst sowie die Lese freuen. Denn dann wird gemeinsam mit allen Paten geerntet und im nächsten Jahr gibt’s eine Flasche klassisch herb ausgebauten Wein pro Rebe. Für die Zeit von 5 oder 10 Jahren gilt diese besondere Nutzungsvereinbarung. Zu anstrengend? Dann geht’s auch üblicher, nämlich mit Geschenkkartons von durchaus exklusivem Inhalt.

Christine Barth will Neues wagen.

Nun versteht sich das Wein- und Sektgut Barth, Bergweg 20 in Hattenheim keineswegs nur auf Patenschaften und Präsente. Speziell in den letzten Jahren hat sich das Familienweingut in puncto Sektherstellung einen Namen gemacht. Seit Mitte der 90er Jahre schon versektet das Rheingau-Weingut südlich vom Kloster Eberbach seine Weine. Und das wiederum bedeutet nicht, dass die Weinbereitung vernachlässigt wird. Aus Gutem das Beste machen, aber auch Neues wagen die Barths. Riesling ist mit über 80 Prozent die bevorzugte Rebsorte und der Lieblingswein von Tochter Christine Barth ist ein 12 Monate im Barrique gereifter Riesling mit Namen „Singularis“. „Damals, (das war vor 11 Jahren) als wir den Versuch wagten, einen Riesling ins Barrique zu legen, haben alle noch den Kopf geschüttelt“. Heute wissen alle, dass eben diese Fasslagerung dem Riesling gut bekommen ist.
Im BARTH„Singularis“ Riesling Barrique 2008 spielen feinwürzige Holznoten mit frischen Zitrusaromen, Aprikose, Birne, Quitte und Vanille. Gut durchgegoren ist dieser cremig-elegante Riesling eine Besonderheit von erlesener Qualität.

Gemeinsam mit ihrem Mann Mark geht Christine Barth die Zukunft des Weingutes an.

Als Tochter Christine vor nicht allzu langer Zeit aufs elterliche Weingut zurückkehrte, heiratete sie erst einmal. Speziell für die Hochzeit kreierte der Gatte Mark zur Überraschung der Braut einen Sekt aus dem BARTH Singularis. Nun gibt es einige Menschen mit dem Namen Barth auf dem Hattenheimer Wein- und Sektgut, zumal Schwiegersohn Mark im nächsten Jahr nach abgeschlossenem Önologiestudium auch noch in den Familienbetrieb einsteigt.
Christine war vor ihrer Rückkehr an den Rhein auf einem südafrikanischen Weingut für den Europa-Export zuständig und Marketingerin eines internationalen Weinkonzerns. Qualitätsanspruch eint Vater Norbert, Mutter Marion, Christine und Ehegatten Mark. Sonst will die Tochter schon ein bisschen für Wirbel sorgen. „Dafür ist die junge Generation doch da!“ Wahrscheinlich ist aber erst einmal Arbeit angesagt, denn daraus und aus der Erfahrung der Familie Barth resultiert die Qualität der Erzeugnisse.
Derzeit befindet sich das18 Hektar große VDP-Wein- und Sektgut Barth in der Umstellung auf ökologischen Weinbau. Neben Riesling werden Weißburgunder, Pinot Noir und Cabernet Sauvignon kultiviert, neben anderen auch in der Spitzenlagen Hassel und Wisselbrunnen. Alle Lagen sind Süd- oder Südwestlagen.

,,Zum Wohl" auf die hervorragenden Rieslinge und Riesling-Sekte.

Extrem ertragsreduziert werden die spätreifen Trauben des Cabernet Sauvignon von Hand gelesen. Lagerung im kleinen Eichenfass über 22 Monate verleiht dem reinsortigen 2005er Jahrgang BARTH Cabernet Sauvignon Weichheit und eine Leichtigkeit, die mit Cassisaroma, schwarzen Beeren, Vanille und süßlichem Schmelz schon selten anzutreffen ist. Ganz leichte Holznoten schaffen Wärme. Dieser fruchtig füllige Wein von intensiv roter Farbe atmet gern ein wenig Sauerstoff, bevor er so richtig samtig wird.
BARTH Riesling Spätlese „S“ trocken aus 2008 von Buntschiefer und tiefgründigem Löss vereint Apfel, Birne, Pfirsich und Melone. Der charaktervolle Spitzenriesling zeigt sich auf der Zunge jung und frisch, hauchzarte Kräuterwürze hält lang den Spannungsbogen.
BARTH Riesling Kabinett 2009 erfrischt getrunken nach Art eines Zitrone-Limone Sorbets. Ein unbeschwert leichter Riesling, der die Nase erfreut und auf der Zunge dahin schmilzt.
Ein Hamburger Sternekoch meint, dass Barth Riesling Sekte zu dem Besten zählen, was derzeit mit festeingebundener Säure und Fruchtigkeit in Deutschland zu finden sei. Als eins von wenigen Weingütern im „Rieslingland-Rheingau“, die ihren Sekt selbst herstellen, legt die Familie Barth großen Wert auf traditionelle Flaschengärung, das Verfahren, das den Champagner auf vollendete Art zum Prickeln anregt. Die Barths begnügen sich für ihre Sekte nicht mit einer Mindestlagerzeit von 9 Monaten für die zweite Gärung, sondern geben dem Grundwein in der Regel zwei Jahre Zeit oder sogar mehr. Durch regelmäßiges Rütteln lagern sich Gärrückstände, meist Hefen, im Flaschenhals ab, die am Ende der Flaschengärung entfernt werden, ohne dass der Sekt die Flasche verlässt. Und mit jedem Rütteln, jeder Drehung kommt der Sekt seiner Vollendung näher.

Chrsitine Barth und ihr Mann Mark: Wenn es um Wein geht, wird man sich die beiden merken müssen.

BARTH Sekt Pinot Blanc Brut ist ein anregend feinfruchtiger und feinperliger Schaumwein mit den typischen Burgunderaromen von Apfel, Birne, Aprikose, Banane, einem Hauch Karamell, Zitrone, Limone und etwas Nuss. Besonnen elegante Versuchung im Glas.
BARTH Sekt Riesling extra Brut steht cremig gehaltvoll und elegant für perlende Lebenslust und in bester Sektlaune. Ein feinperliger Individualist mit intensiven Rieslingaromen und harmonisch schmeichelnder Säure.
Unendlich oft wird eine Sektflasche gedreht und gerüttelt, bis er auf der Zunge tanzt und im Herzen prickelt und die Welt des Winzers erschließt. Sekt ist Leidenschaft.
Etwa 35.000 Flaschen Sekt werden jährlich mit Sorgfalt produziert. Die Qualität wurde bislang durch viele Auszeichnungen gewürdigt. Der Gault Millau Weinguide war von der 2007er Kollektion so begeistert, dass er Anerkennung mit der dritten Traube zollte. Nicht umsonst ist der Familienbetrieb seit zehn Jahren Mitglied im Verband Deutscher Prädikatsweingüter e. V (VDP).Zum diesjährigen 100. Geburtstag des VDP gibt es erstmalig das terroirgeprägte kräftige Erste Gewächs Hattenheimer Hassel in der Magnumflasche als handgerüttelten und flaschenvergoren Sekt BARTH Primus. Er soll voluminös sein.
Wein- und Sektgut BARTH verkörpert für uns gehobenen Lebensgenuss. Egal ob in der Flasche oder als Rebstockpacht. Man partizipiert sehr gerne. Und die Christine, die macht ihrem Namen alle Ehre. Bedeutet ihr Name doch in etwa „die Geweihte“, „die Gesegnete“ oder „die Heilsbotin“. Die Botschaft steckt in der Flasche und lautet: Mit Herz und Geschmack. Toll. Infos unter: http://www.weingut-barth.de oder mail@weingut-barth.de
Christa Polenz

(Kopie 1)

1 Kommentar

Seite 1 von 1 1

#1 Christian G.E.Schiller schrieb am 06.12.2010 09:57

Toller Artikel. Tolles Weingut. Tolle Weine

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