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Wein ohne große Allüren . . .


Im malerischen Weinort Ehrenkirchen in Baden holt die Winzergenossenschaft in schöner Regelmäßigkeit für ihre Weine Preise.
Deutsches Weininstitut


. . . dafür mit Sternen und Trauben

Im Süden Deutschlands, etwa 13 km südlich von Freiburg steht zwischen Frankreich und der Schweiz im Ölberg, einer badischen Spitzenlage des Weins, die teilweise unter Naturschutz steht, eine Kapelle, von der aus man eine herrliche Aussicht auf so etwas wie ein Schlaraffenland hat. Hier fließen nicht Milch und Honig, sondern köstlicher Wein und Topi, gegessen wird nicht der süße Brei, sondern Bäckeoffe oder Knöpfle. Überhaupt gedieh durch elsässische Nachbarschaft die Vorliebe für Schneckengerichte und Mehlspeisen.

Noch vor zwei Generationen lebten die Menschen hier recht karg, was sie hatten, war ein günstiges Klima und die Sparsamkeit. Aus der Not heraus entstanden phantasievolle Gerichte aus Kartoffeln und Mehl, Pilzen, Kräuter, Beeren und Wild. Letzteres lieferte der Schwarzwald. Bis heute entwickelte sich daraus eine durchaus üppig-bodenständige Schlemmerküche. Fast in jedem Dorf gibt es ein gutes Gasthaus und ein anständiger Wein gehört hier selbstverständlich zu fast jeder Mahlzeit.



Der Ehrenkirchener Oelberg gehört zu den Nobellagen in Deutschland.
Bild: Dieter Simon


Nobellagen

Ohne große Allüren erzeugt man im Weinkeller Ehrenkirchen, einer Winzergenossenschaft mit 260 ha Rebfläche und etwa 2 Mio. erzeugten Flaschen pro Jahr, gute Tropfen. Trauben und Sterne als Auszeichnung sprechen für sich, hier haben die vielfach jungen Winzer ganz klar auf Qualität gesetzt. Die Lagen Ehrenstetter Ölberg und Kirchhofener Batzenberg gehören zu den Nobellagen, die Sorte Gutedel, hier Chasselas genannt, übernimmt die Favoritenrolle. Sehr angenehm lassen sich die Rotweine verkosten. Der Ehrenstetter Ölberg „Camenot“, ein Kunstwort aus Cabernet franc, Merlot und Pinot noir, seit fast 10 Jahren im Sortiment, reift 15 bis 18 Monate im Barrique und erhält dadurch einen nachhaltigen Zedernholzton, der bei Genießern hocherwünscht. Rubinrote Farbe geben die mitvergorenen Schalen dem Getränk mit auf den Weg, Beerenaromen dominieren stark.



Im Barrique-Keller der Winzergenossenschaft reifen tolle Weine.
Bild: Dieter Simon


Königsdisziplin gelungen

Der Ehrenstetter Oelberg, Spätburgunder Spätlese trocken, Barrique Selektion lässt sich leichter genießen, die sog. Königsdisziplin des Weinausbaus ist dem Weinkeller Ehrenkirchen harmonisch und tanninarm gelungen. Weißburgunder als Spätlese trocken ist besonders sortentypisch angelegt, als kräftig-würzig stellt sich der St. Laurent dar. St. Laurent ist eine alte Traubensorte, die aus Frankreich zu uns kam und weitgehend verschwunden ist, in Österreich hingegen häufig und ein wenig noch in der Pfalz angebaut wird.



Das Angebot lockt Weinfreund aus ganz Déutschland.
Bild: Dieter Simon


Rieslinginsel

Flaschenvergorener Chardonnay Sekt brut sowie Eiswein oder Auslese runden das Angebot des Ehrenkirchener Weinkellers ab. Eine echte Spezialität im Markgräflerland ist der seltene Riesling. Der Bollschweiler Steinberg, eine Einzellage mit hohem Ansehen und Südost-Neigung garantiert nicht nur Schwarzwaldhorizont und Hexental, sondern auch einen ganzen Berg voller Rieslingtrauben. Von dieser „Rieslinginsel“ werden reife Weine im Weinkeller Ehrenkirchen gekeltert, den man auch die „Stille Perle“ nennt.

Falls weitere Infos gewünscht werden, bitte direkt unter http://weinkeller-ehrenkirchen.de ,viel Natur, ein Barrique-Keller, der für Veranstaltungen zu nutzen ist und neben Steinzeit- und Allemannengräbern noch die Rückschau auf von schwedischen Truppen gemetzelte 300 vermeintliche Rebellen.




Ehrenkirchen, die Winzer und die Weine laden zu einem Besuch und einer Kostprobe. Es lohnt sich.
Bild: Deutsches Weininstitut

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