. . . dafür mit Sternen und Trauben
Im Süden Deutschlands, etwa 13 km südlich von Freiburg steht zwischen Frankreich und der Schweiz im Ölberg, einer badischen Spitzenlage des Weins, die teilweise unter Naturschutz steht, eine Kapelle, von der aus man eine herrliche Aussicht auf so etwas wie ein Schlaraffenland hat. Hier fließen nicht Milch und Honig, sondern köstlicher Wein und Topi, gegessen wird nicht der süße Brei, sondern Bäckeoffe oder Knöpfle. Überhaupt gedieh durch elsässische Nachbarschaft die Vorliebe für Schneckengerichte und Mehlspeisen.
Noch vor zwei Generationen lebten die Menschen hier recht karg, was sie hatten, war ein günstiges Klima und die Sparsamkeit. Aus der Not heraus entstanden phantasievolle Gerichte aus Kartoffeln und Mehl, Pilzen, Kräuter, Beeren und Wild. Letzteres lieferte der Schwarzwald. Bis heute entwickelte sich daraus eine durchaus üppig-bodenständige Schlemmerküche. Fast in jedem Dorf gibt es ein gutes Gasthaus und ein anständiger Wein gehört hier selbstverständlich zu fast jeder Mahlzeit.