Aus vergangener Zeit stammt die Regel: Eine Rebsorte ist wie eine Geige, mehrere Rebsorten sind wie ein Orchester. Man mag solche Einstellung ablehnen und für unvereinbar mit reellem Weinbau halten, herrscht doch allerorten der reine Satz vor, so stufte Slow Food, die Non-Profit-Organisation zur Bewahrung der Besonderheiten einer Region, den Gemischten Satz als „Präsidia“ ein, das heißt als wertvolles Produkt.
Seit rund 10 Jahren nun erlebt der Gemischte Satz eine so genannte Renaissance. Richard Zahel, ein Winzer aus dem Umland der österreichischen Hauptstadt, bezeichnet sich selbst als den „Erfinder des Wiener Gemischten Satzes“, er führte als Erster die Bezeichnung im Etikett und verwendet ein eigenes, wiedererkennbares Logo, nämlich „WGS“.