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Home  >  Gaumenschmeichler  >  Weihnachtsmenü I
6 Gänge aus Südtírol


Der ,,Zelten", das Südtiroler Früchtebrot vor der Alpenkulisse.
Foto: Südtirol Marketing/Frieder Blickl

Wir wollen Sie mit Ihren Planungen nicht allein lassen und schlagen Ihnen ein ausgesprochen delikates Menü vor, das Südtiroler Weihnachtsmenü für sechs bis acht Portionen in sechs Gängen. Damit Sie bei den Vorbereitungen, beim Kauf der Zutaten, so richtig in weihnachtliche Stimmung kommen, will ich Ihnen ein wenig von der Südtiroler Weihnacht und ihren kulinarischen Besonderheiten erzählen, die Ihnen Italien, vor allem aber Südtirol ins Haus bringt.

Die Trioler besuchen in der Vorweihnachtszeit, wie fast alle Menschen in europäischen Landen, die Weihnachtsmärkte der Region. Zum Beispiel in Bozen auf dem Waltherplatz, auf dem die Holzbuden um das Denkmal des Minnesängers Walther von der Vogelweide stehen. Es wird umweht von den Düften nach Glühwein, Apfelstrudel und Früchebrot. Natürlich gibt es auch Südtiroler Honig oder Südtiroler Speck zu kaufen. Doch mit dem Früchtebrot, das in der Region ,,Zelten" genannt wird, hat es eine besondere Bewandnis. Früher bereiteten es die Bauern schon am 21. Dezember zu und hüteten die Kostbarkeit gut verpackt bis zum Dreikönigstag. Erst dann durfte es geschnitten werden.

Und nun zum Weihnachtsmenü. Heute beginnen wir mit der Begrüßung:

Geröstete Vinschergerscheiben mit Tatar von Südtrioler Speck und Rettich

1 frisches Vinschger Paarl (doppelte klein Fladenbrote, ersatzweise 2 andere flache Roggenbrötchen)

1/2 TL Kümmelsamen

1 Stück weißer oder schwarzer Rettich (etwa 150 g)

150 g Südtiroler Speck g.g.A

2 Stängel Petersilie

1 EL Walnussöl

2 TL Zitronensaft

Salz, Pfeffer, 1 Messerspitze Südtiroler Honig.

Den Backofen auf 250 Grad vorheize. Das Brot in 12 etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Kümmelsamen in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze 1-2 Minuten anrösten, bis sie fein duften. In einen Mörser geben und so fein wie möglich zerdrücken.

Den Rettich schälen und erst in dünne Scheiben, dann in Streifen schneiden und anschließend mit einem großen Messer fein zerhacken. Speck von der Schwarte befreien, dann ebenfalls erst in Scheiben und anschließend in Streifen schneiden. Sehr fein hacken. Die Petersilie kalt abbrausen und trockenschütteln. Die Blättchen von den Stielen zupfen und fein hacken.

In einer Pfanne die Hälfte vom Öl erhitzen, den Rettich darin bei mittlerer Hitze unter Rühren 1 Minute andünsten. In eine Schüssel umfüllen. Zitronensaft mit restlichem Öl, Salz, Pfeffer und Honig gut verrühren. Mit dem Südtiroler Speck und der Petersilie unter den Rettich mischen. Abschmecken und eventuell nachwürzen.

Die Paarlscheiben auf den Rost legen und im Backofen in etwa 4 Minuten heiß und knusprig werden lassen. Das Specktatar darauf löffeln und die Brote gleich servieren, zum Beispiel zu einem Glas Südtiroler Sekt oder Weißwein.

Am Montag folgen weitere Teile des Menüs.



Zur Begrüßung der Gäste gibt es Vinschgerscheiben mit Speck.
Foto:EOS Handelskammer Bozen/Frieder Blickle

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