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Wärmendes

Tipps zu allerhand Kräutern.

Im Winter steht Wärmendes auf dem Speiseplan hoch im Kurs. Wenn Ohren und Finger kalt gefroren sind, kommt ein heißes Getränk oder eine warme Mahlzeit gerade recht. Doch nur allzu oft kommen in diesen Monaten auch mächtige Gerichte mit hohem Kaloriengehalt auf die Teller. Nicht zuletzt an den Feiertagen in der Weihnachtszeit jagt ein Festessen das nächste. Das macht sich einerseits auf der Waage und an zu engen Hosen bemerkbar, auch das permanente Völlegefühl lässt einen manchmal den Genuss an gutem Essen vergessen. Ein Grund mehr, gerade im Winter zu Kräutern zu greifen. Im Handel gibt es eine breite Auswahl und das frische Grün ist ein Gewinn für jedes Essen. Es kommt nur auf die richtige Wahl und die passende Dosierung an. Frische Kräuter sind gut bekömmlich und wohlschmeckend, sie schmeicheln der Nase und wirken sich positiv auf die Verdauung aus. Gut zu wissen: Setzt man sie richtig ein, kann auf Salz komplett verzichtet werden!
Hier einige Tipps für Minze, Dill, Majoran, Petersilie, Rosmarin, Salbei, Schnittlauch und Co.

Pfefferminztee erfrischt richtig und wärmt.

Ein heißer Minztee zum Aufwärmen ist der Klassiker, heizt er doch schön von innen ein. Mit Honig ist er eine Wohltat für raue Kehlen. Zur Abwechslung macht sich Minze auch in heißer Schokolade gut. Dazu einige Minzblätter fein hacken und in einer Tasse Kakao verrühren. Kurz ziehen lassen. Mit Kardamom und Orangenschale abschmecken. Einige Minzblätter zum Dekorieren verwenden. Minze gibt es übrigens in vielen verschiedenen Arten; die wohl bekannteste ist die Pfefferminze.
Dass am Heiligmorgen und den beiden Weihnachtstagen zum Frühstück etwas Besonderes auf den Tisch soll, würden viele unterschreiben. Warum nicht einmal das Rührei mit Krabben verfeinern? Dazu ist Dill das Kraut erster Wahl. Ebenso verfeinert sein apartes Aroma gedünsteten Lachs, der bei vielen Familien am Heiligabend auf dem Speiseplan steht. Vorsicht ist bei Hitze geboten, denn sie zerstört das feine Aroma. Daher sollte das empfindliche Kraut nie mitgekocht werden. Das Dill-Töpfchen für steten frischen Nachschub am besten hell und kühl stellen und nur sparsam gießen.

Rührei, aber unbedingt mit Dill.

Majoran ist eines der am meisten verwendeten Küchenkräuter. Sein kräftiges Aroma passt besonders gut zu deftigen Eintöpfen oder Suppen, beispielsweise eine Kartoffelsuppe mit Würstchen, die im Winter besonders gut wärmt. Majoran lässt sich ohne Aromaverluste mitkochen. Da es in der Wursterzeugung reichlich zum Einsatz kommt, heißt es im Volksmund auch Wurstkraut – nach seinem Verwendungszweck. Das würzige Kraut verfügt über einen hohen Anteil ätherischer Öle. Es wirkt schleimlösend und ist gut gegen Erkältungskrankheiten. Zudem wirkt es appetitanregend und hilft bei Verdauungsbeschwerden.
Ob glatt oder kraus – Petersilie ist gesund, lecker, dekorativ und eines der bekanntesten Kräuter in Deutschlands Küchen. Sie ist sehr vielseitig und verfeinert kleingehackt Salzkartoffeln, Kräuterquark, Suppen, Fisch, gekochtes Fleisch, Eierspeisen und Saucen. Am besten wird sie frisch verwendet, aber kurzes Mitkochen, beispielsweise in Suppen, schadet ihr nicht. Die Pflanze auf der Fensterbank immer leicht feucht halten und nicht zu dunkel stellen, da sie sonst schnell gelbe Blätter bekommt. In der Antike wurde Petersilie von den Griechen übrigens als heilige Pflanze angesehen. Ein Grund mehr, warum sie gut in den letzten Monat des Jahres mit seinen vielen hohen kirchlichen Feiertagen passt!
Soll zur Feier des Tages die Beilage einmal ungewöhnlich ausfallen, reicht es die allseits beliebten Pellkartoffeln mit Rosmarin und Meersalz in Olivenöl goldgelb zu braten. Besonders delikat sind die jungen Triebe, die aber trotzdem sehr intensiv sind. Ganze Zweige sehen an Fleischgerichten übrigens sehr dekorativ aus. Die Pflanze aus der Familie der Lippenblütler ist Heilpflanze des Jahres 2011! So kommt sie zum Jahresausklang noch mal zu Ehren.
Nicht nur als Tee, sondern auch zu Fisch, Schweinefleisch, Kaninchen oder Lamm schmeckt Salbei besonders gut und sorgt für eine extravagante Note. Damit liefert das Küchen- und Heilkraut auch bei Festtagsgerichten den Frischekick. Salbei entwickelt sein Aroma übrigens am besten beim Garen. Besonders hübsch sehen die einzelnen Blätter aus, wenn sie in Bier- oder Pfannkuchenteig getaucht werden und dann in Fett ausgebacken werden. Die kunstvollen Gebilde verzieren so manches Gericht und sind auch bei Nachspeisen ein optische Highlight.
Schnittlauch spielt im Winter vor allem auf dem Silvesterbuffet eine große Rolle: Ob auf den hartgekochten Eierhälften oder den kleinen Amuse-bouches, ob im Salat oder im Quark-Dipp für Gemüsesnacks. Die langen Halme sehen auch auf Platten und Anrichtetellern sehr dekorativ aus. Ein weiterer Grund, Schnittlauch vor allem im Winter häufig zu verwenden: Es enthält große Mengen an Vitamin A und C und hilft dabei, sich die eine oder andere Erkältung vom Leib zu halten.
Kleingehackte Kräuter in hochwertigem Olivenöl eingelegt sind übrigens ein schönes selbstgemachtes Geschenk, das dazu noch schnell zubereitet ist. Das Ganze in eine edle Flasche abfüllen und mit einem hübschen Anhänger versehen.
Getrocknet und in ein kleines Stoffsäckchen gefüllt ergeben viele Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Salbei und Minze ein wohlriechendes Duftkissen. Individualisiert werden kann es mit den Initialen des Beschenkten.



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