Zum „Internationalen Jahr der Biologischen Vielfalt“ hat die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner, diverse Aktionen ins Leben gerufen, darunter die Informationskampagne „Biologische Vielfalt schützen und nutzen“. „Jeden Tag können wir als Verbraucherinnen und Verbraucher darüber entscheiden, welchen Teil unserer biologischen Fülle wir nutzen und damit erhalten. Denn nur was der Verbraucher nachfragt, wird auch angeboten“, sagte Aigner zum Auftakt der Initiative in Berlin.
Der Artenreichtum fängt wenige Schritte vor der Haustür an – auf Wiesen, Feldern und in Wäldern. Über 60 heimische Nutztierrassen bereichern Deutschland. „Wir wollen vor allem Schülerinnen und Schülern zeigen, wie sie die biologische Vielfalt durch aktive Nutzung im Alltag erhalten können“, sagte Aigner.
Der Reichtum der zum Teil sehr alten Pflanzensorten und Tierrassen in der Land-, Forst-, Fischerei- und Ernährungswirtschaft ist eine Grundlage für die Ernährung und die Rohstoffversorgung der wachsenden Weltbevölkerung. Er stellt auch eine Voraussetzung dar für die Anpassung an den Klimawandel. Weltweit ist diese Vielfalt jedoch bedroht. Mit der Initiative „Biologische Vielfalt schützen und nutzen“ möchte das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz den Verbraucherinnen und Verbrauchern zum Beispiel die Erlebnisvielfalt in der Tierwelt und die Fülle an Geschmackserlebnissen etwa durch rund 1000 Apfelsorten demonstrieren. Es sollen Möglichkeiten zum Schutz durcheine aktive Nutzung dieser biologischen Vielfalt im Alltag aufgezeigt werden.
Ergebnisse einer Umfrage zur biologischen Vielfalt
Die Mehrheit der Bundesbürger (65 %) achtet beim Einkauf von Lebensmitteln meistens oder immer darauf, dass die Produkte aus regionalem Anbau stammen. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Demnach legen die Verbraucher in Deutschland auch großen Wert auf eine möglichst vielfältige Ernährung: 47 Prozent der Konsumenten wechseln bewusst häufig zwischen unterschiedlichen Obst- und Gemüsesorten. Insgesamt 70 Prozent der Befragten halten es für wichtig, dass alte, traditionelle Gemüsesorten sowie Tierrassen in Deutschland erhalten bleiben und weiter genutzt werden. „Die Umfrage zeigt, dass die biologische Vielfalt im Alltag vieler Menschen eine Rolle spielt. Sie haben erkannt, dass Vielfalt einfach besser schmeckt“, sagte Aigner. Der „beste Schutz der biologischen Vielfalt“sei „eine nachhaltige Nutzung – und dafür setzen wir uns ein“, so die Bundesministerin. Unterstützung findet sie bei Sternekoch Johann Lafer, der mit einem Hirsch-Rezept aufwartet. Mehr über die Initiative „Biologische Vielfalt schützen und nutzen“ erfahren Sie im Internet
Unter
http://www.hier-waechst-vielfalt.de