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Rieslinge vom Rotschiefer: Weine von St. Antony


Auf rotem Tonschiefer wachsen entlang des Rheins die Rieslingtrauben in den Weinbergen von St. Antony.
Bild: Weingut St. Antony


Die Rieslinge aus Nierstein adelten den Ort und ebenso Rheinhessen. Beide Namen stehen heute für ausgezeichnete Weine mit viel Charakter und Feinheit. Die Niersteiner Weingüter zählen weltweit zu den ersten Adressen. Auf rotem Tonschiefer, dem sogenannten Rotliegenden, wachsen in diesem Bereich des Rheins wenige Kilometer südlich von Mainz etwa 70 Prozent Rieslingtrauben, während sich andernorts der Durchschnitt im einstelligen Bereich bewegt. Und Rielsing ist nun mal der Gradmesser für Weinniveau.

Das Weingut St. Antony in Nierstein ist stolz auf seine faszinierenden Weine aus hochreifem und bereits im Weinberg selektiertem Lesegut. Der hohe Personalaufwand wird durch ebenso hohe Qualität belohnt. Nur wirklich reife und  gesunde Trauben werden gelesen, eingemaischt und für 24 Stunden auf den Schalen stehen gelassen. Weiße Trauben werden schonend durch Schwerkraft gepresst.



Winzer Felix Peters hat genaue Vorstellungen von den Weinen und dem Weingut.

Weinberge werden bei St. Antony ökologisch bewirtschaftet

Nach vier- bis dreißigstünidger, natürlicher Sedimentation gelangen die Moste ohne jede Behandlung zur Spontanvergärung, das heißt ohne künstlichen Hefezusatz. St. Antony bewirtschaftet seine Weinberge ökologisch. Aber nicht aus dogmatischen Gründen, sondern wegen der Weinqualität. Und die lässt sich beachtlich steigern, wird auf chemische Keulen verzichtet. Spritzmittel verändern die Haut der Trauben und verzögern die Reife, Herbizide verringern die Bodenvitalität und mineralische Dünger zwingen die Traube zur Wassereinlagerung und verringern so die Qualtät zugunsten des Ertrags.

St. Antony setzt auf traditionelle und sorgfältige Herstellung, um alle Qualitätsreserven der Trauben voll auszuschöpfen und erstklassige Spitzenweine von Einzellagen wie Ölberg, Pettental und Orbel zu präsentieren.



Wo früher Kalkstein fürs Ruhrgebiet gebrochen wurden, bearbeitet heute St, Antony seine Weinberge.

Bewegte Geschichte in Schlaglichtern

Auf rund 250 Jahre bewegte Geschichte blickt man St. Antony  von heute bis zum Anfang zurück. Der Anfang hatte jedoch mit Weinbau nicht das Geringste zu tun. Die erste Eisenhütte des Ruhrgebiets wird 1758 angeblasen (nimmt den Betrieb auf), die St. Antonyhütte. Ihr gehören auch Ländereien in Nierstein.

Der Eigner wechselt und während des ersten Weltkrieges lässt nun die Gute-Hoffnungs-Hütte hier Kalkstein für die Eisenproduktion abbauen.

Nach dem Krieg wird Eisen uninteressant und das ,,Rotliegende" tritt in den Vorgergrund der Interessen. Der Boden ist für Wein höchst wertvoll und so wird 1920 der erste Wein abgefüllt und für beachtlich befunden. Der Verkaufserlös der Kalksteingrube ermöglich die Geburt des heutigen Weingutes. Der traditionsreiche Name verpflichtet auch die neuen Besitzer, die MAN  investiert in Lagen und Qualität.

Das Weingut erarbeitet sich einen Stammplatz unter den besten 100 Weingütern Deutschlands und ird Mitglied im Verein der Prädikatsweingüter VDP.



Weinbergarbeit ist Handarbeit.
Bilder: Weingut St. Antony


Eindringliches Zitrus- und Pfirsicharoma . . .

Die Herkunft der St. Antony Weine, der drei großen Gewächse, lässt sich erschmecken. Auf einem schmalen Streifen Rotliegendem wachsen die Pettental Rieslinge in direkter Rheinnähe. Der Ölberg ist teils reine Südlage, teils stehen dort 25 Jahre alte Reben. Am weitesten vom Rhein entfernt gedeihen die rassigen Rieslinge der Einzellage Orbel. Eindringliches Zitrus- und Pfirsicharoma prägen das Bukett.

Der Bodenschatz 2008 begeisert durch facettenreiches Zitrusfruchtaroma sowei zarten Aprikosenduft. Intensives Aroma vom grünen Apfel prägen Bodenschatz 2007 und Rotschiefer 2008, Pfirsichduft und fruchtige Säure verleiehen ihm Frische und feine, fast verspielte Mineralität.

St. Antony bedient sich einer relativ neuen ,,Verschluss-Sache". Die Kellerei benutzt Glaskorken, eine sehr ästethische Angelegenheit.

Wir wissen, wovon wir reden, denn wir durften sowohl den Bodenschatzh als auch den Rotschiefer in der ,,koestlichkeiten.de-Probierküche" verkosten. Es war ein, man möchte sagen, einmaliges Erlebnis.

Qualität und Preis harmonieren bei den St. Antony Weinen ebenfalls. Zwischen 6,90 € imd 9,80 € liegen die Preise, durchaus moderat, angesichts der hervorragenden Qualität.

Christa Polenz

Kontakt:

Ruf: 06133 / 509110

http://www.st-antony.de




Hier gedeiht ein Qualitätsriesling.
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