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Silvester: Sekt zum Jahreswechsel

Natürlich sind die Weihnachtsfeiertage noch nicht vorbei, doch kurz nach Weihnachten steht gleich die Jahreswende ins Haus. Die Silvesterfeierlichkeiten bereiten Kopfzerbrechen. Die wollen wir ein wenig lindern mit einem Exkurs in die Sektwelt und mit einigen Tipps für Silvesterhäppchen. Sekt ist das typische Getränk für den Neujahrsanstoß, aber das Kribbeln im Glas findet auch darüberhinaus vielseitige Verwendung.
Sekt als Aperitif oder Digestif – das ist die klassische Variante. Doch das Angebot deutscher Schaumweine ist so abwechslungsreich, dass mühelos ein ganzes Menü nur mit Sekt begleitet werden kann. Wer einen brut  ausgebauten Sekt bevorzugt,
reicht dazu Lachs, Kaviar, Austern, rohes Gemüse mit Dip, pochierten Fisch,
Gemüsegratin oder Geflügel. Ein klassischer trockener Markensekt mit seiner
typischen Cuvée wird zusammen mit Meeresfrüchten, Hummer, Langusten,
luftgetrocknetem Schinken, feinwürzigem Weichkäse oder cremigen Suppen zum Hochgenuss. Rote, halbtrockene oder trockene Varianten verleihen Salami, luftgetrockneter Wurst, mildem Hartkäse, Kurzgebratenem, gebeiztem Wild, Wildgeflügel oder gebratenem Fisch das gewisse Extra. Weißer, trockener bis halbtrockener Sekt passt wunderbar zu Früchtedesserts, Kaltschalen, Sorbets, warmen Obstkuchen und Weinschaumsaucen. Rosé-Sekt, trocken bis brut, ergänzt zum Beispiel Melone mit Schinken, Entenbrust, Wachteln, Tauben, Kalbsragout, Kaninchen, aber auch Eisdesserts, Sorbets oder Desserts.

Eine besonders exklusive Note erhalten viele Gerichte der modernen Küche, wenn man sie gleich mit Sekt verfeinert. Öffnen Sie eine Flasche, schenken Sie sich ein Gläschen ein und probieren Sie es aus: Für Salatdressings, Marinaden oder Saucen, in Suppen oder zum Dünsten und Schmoren, zu guter Letzt für traumhafte Desserts – mit Sekt als Zutat sind geschmackvolle Überraschungen vorprogrammiert.
Richtige Dosage und perfekte Trinktemperatur Durch eine genau bemessene Menge in Wein gelösten Zuckers, genannt Versanddosage, die nach der zweiten Gärung hinzugefügt wird, erhält Schaumwein seine Geschmacksrichtung (Süßegrad). Wer den passenden Sekt zu seiner Speise sucht, kann sich an den in der EG geltenden genauen Vorschriften orientieren, die den Zucker in Gramm pro Liter auf dem Etikett angeben: Als brut natur werden Sekte mit einem Zuckergehalt von 0 bis 3 g pro Liter bezeichnet, extra brut bedeutet 0 bis 6 g/l, brut 0 bis 15 g/l, sehr trocken oder extra dry 12 bis 20 g/l, trocken, dry oder sec 17 bis 35 g/l, halbtrocken oder demi-sec 33 bis 50 g/l und mild, lieblich oder doux über 50 g/l.

Nur perfekt gekühlter Sekt bietet das volle Genusserlebnis. Dabei lässt zu große Kälte jedoch den Geschmack schwinden. Die Farbe bestimmt die ideale Trinktemperatur: Weißer Sekt lässt sich zwischen 5 bis 7 °C am besten genießen, für Rosé-Sekt empfiehlt sich eine Temperatur zwischen 6 bis 8 °C, roter Sekt ist zwischen 9 bis 11 °C richtig gekühlt.
Bei spontaner Lust auf ein Glas Sekt oder bei unerwarteten Gästen erhält man mit einem kleinen Trick, „frappieren“ genannt, schnell die richtige Temperatur: Sektkühler mit Eisstückchen füllen, mit Wasser übergießen und mit ca. zwei Esslöffel Salz bestreuen, dann setzt das tauende Eis Verdunstungskälte frei. Die Flasche in der Kältesole ungefähr 10 Minuten vorsichtig um den Flaschenhals drehen – schon hat der Sekt Trinktemperatur erreicht.


Umgang mit Stil für besten Sektgenuss


Elegant eingeschenkt bei Tisch – so macht’s der Profi: Perfektionisten greifen mit dem Daumen in die Höhlung des so genannten Stichbodens der Flasche (meist nur bei gehobenen Sektmarken). Der Gastgeber hält die Flasche so, dass der Gast auf dem Etikett die Herkunft des Schaumweins erkennen kann. Dann wird erst nur wenig Sekt in jedes Glas gegossen, um ein hohes Aufschäumen zu vermeiden. Danach füllt man jedes Glas bis zu zwei Drittel auf, wobei man die Flasche mit einer kurzen Drehung vom Glas entfernt.

Auch das richtige Glas trägt zum vollendeten Sektgenuss bei. Kenner wissen längst: Die in den fünfziger Jahren beliebte Sektschale bietet eine zu große Oberfläche, aus der Perlen und Bukett schnell entweichen und deshalb das Mousseux sein brillantes Spiel nicht entfalten kann. Erst in der schlanken, hochstieligen Sekttulpe, die die Perlen nur langsam entweichen lässt und alle Aromastoffe konzentriert, entwickelt der Sekt sein volles Bukett.


Vielseitige Auswahl für jedes Menü


Eine große Auswahl an Sekten in allen Farben, Geschmacksrichtungen und Preisklassen sorgt dafür, dass für jeden Gang und jedes Essen das passende Getränke schnell zu finden ist. Viele bekannte Marken gibt es in Weiß und Rosé oder auch als Rotsekt, in verschiedenen Abstufungen als trocken, halbtrocken oder brut. Die Auswahl reicht von Henkell Trocken, Rosé, Brut, Dosage Zero über Deinhard Lila, Deinhard Rubin, Deinhard Rosé über Kupferberg Gold und Kupferberg Brut über einen klassischen Rebsortensekt wie Fürst von Metternich Riesling Sekt Trocken oder Extra Trocken bis hin zu Menger-Krug Pinot Brut, Riesling Brut oder Chardonnay Brut – um nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Sektregal zu nennen.
Doch ganz gleich, welche Schaumweine das Menü begleiten: Ein Sektcocktail mit leichter Säure als Aperitif oder fein-herb bzw. angenehm süß zum Ausklang des Abends ist immer eine schöne Idee. Zeigt sich Sekt dabei nicht nur als sehr gesellig, sondern auch als wahrer Verwandlungskünstler!



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