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Schwäbische Spezialitäten

Klassiker der Schwäbischen Küche, der Zwiebelrostbraten.
Foto: Wirths PR

Obwohl die schwäbische Küche längst nicht nur aus Schupfnudeln, Spätzle und Maultaschen besteht, ist sie zuallererst eine einfache, bodenständige Küche. Schwaben sind nun einmal von Natur aus sparsam und bevorzugen daher preiswerte Mehlspeisen. In der Küche heißt es dafür "schaffe, schaffe", denn die schwäbische Küche ist arbeitsintensiv. Schließlich schmecken Spätzle und Co. selbst gemacht am besten. So werden in der Küche ständig Teige gerührt oder geknetet. Anschließend wird nach Herzenslust geschupft und gerollt, gedrückt und geschabt.

Bei aller Einfachheit sind der Phantasie in der schwäbischen Küche keine Grenzen gesetzt – sogar das in der Fastenzeit verbotene Fleisch versteckte der fuchsige Schwabe einfach in Maultaschen (wie angenehm!), die nicht umsonst auch "Herrgottsbscheißerle" genannt werden.

Was Sie sonst noch alles über die schwäbische Küche wissen sollten und einige ihrer besten Rezepte lesen Sie hier.

 
Einige der  beliebtesten Spezialitäten der schwäbischen Küche


Eier-Spätzle
Eier-Spätzle sind über den süddeutschen Raum hinaus das beliebteste schwäbische Gericht und werden inzwischen fast bundesweit als Beilage geschätzt. Zubereitet wie zu Großmutters Zeiten, mit frischen Eiern, Mehl und Salz eignen sie sich außerdem hervorragend zur Zubereitung von Kässpätzle.

Lange Eier-Spätzle
Frische Eier, Mehl und Salz dienen in Süddeutschland schon seit jeher zur Herstellung dieser Mehlspeise, nur die Form ist von Gebiet zu Gebiet unterschiedlich. So erfreuen sich im bayerischen Raum eher "Knöpfle" (geschabt) großer Beliebtheit, während im schwäbischen Raum lange Spätzle (gedrückt) bevorzugt werden. Ob jedoch kurz oder lang, Spätzle sind immer eine Gaumenfreude.

Kässpätzle
Im schwäbischen Oberland haben sich die Kässpätzle zu einem Festessen gemausert, das volkstümlich mit Röstzwiebeln serviert, jeden Speiseplan bereichert.

Leberspätzle
Leberspätzle werden im bayerischen Teil Schwabens vorwiegend als Leberspätzle-Suppe serviert. Herzhaft und würzig schmecken sie auch "geröstet", wenn sie in der Pfanne mit verquirltem Ei angebraten werden.

Spinat-Spätzle
Spätzle einmal anders ? diese schwäbische Mehlspeise ist eine beliebte Beilage anstelle von Kartoffeln, Reis etc. Diese grünen Spätzle, die aufgrund der Spinat-Beigabe ihre Farbe erhalten, setzen in der eigenen Küche farbige Akzente. Ob zu Fleisch oder als Kässpätzle, mit Schinken-Sahne-Sauce oder mit Röstzwiebeln ? die Möglichkeiten der Zubereitung und Verwendung sind ebenso vielseitig wie bei herkömmlichen Eier-Spätzle.

 

Ein weiterer Klassiker, die Maultaschen.
Foto: Wirths PR

Maultaschen
Maultaschen sind eine urschwäbische Spezialität. Die traditionelle Nudelteigtaschen aus Mehl, Eiern, Salz und Wasser sind mit Fleisch gefüllt und eignen sich sowohl als Beilage, wie auch als Hauptgericht ? die Zubereitungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig.

Gemüse-Maultaschen
Die vegetarische Alternative der großen gekochten Nudelteigtasche ? als Suppeneinlage, geschmälzt mit Zwiebeln oder als deftiges Pfannengericht mit Ei ? diese fleischlose Maultasche bereichert jeden Speiseplan und ist mal etwas anderes.

Gerollte Maultaschen
Bei diesen Maultaschen wird die Teigfüllung wird mit der Fleischfüllung eingeschlagen bzw. gerollt. So wird die herkömmliche Form und der Geschmack beibehalten, die Füllung aber eingerollt. In Streifen geschnitten ergeben sie eine dekorative Beilage oder Hauptmahlzeit.

Suppenmaultaschen
Gekochte Nudelteigtaschen mit einer variablen Füllung aus Brät, Schinken, Hackfleisch, Speck, Eiern, Semmeln und eventuell Spinat. Die kleineren Suppenmaultaschen sind, auch geschmacklich, enge Verwandte der "großen" Maultaschen. Suppenmaultaschen sind, wie der Name schon sagt, besonders gut geeignet als Suppeneinlage. Aber auch geschmälzt oder überbacken – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.


Käse-Täschle
Kleine Teigtaschen mit Käsefüllung. Lecker mit Tomatensauce oder mit Käse überbacken ? eine Bereicherung jedes Speiseplans.

Käse-Täschle mit Spinat
Teigtaschen mit frischem Spinat und würziger Käse-Füllung. Wie die italienischen Ravioli, denen sie ähneln, sind auch sie eine kulinarische Köstlichkeit und bringen ein Stück südländisches Flair in die schwäbische Küche. Der Kombination mit anderen Lebensmitteln sind dabei keine Grenzen gesetzt.


Schupfnudeln
Ihren Namen hat die Schupfnudel von der typischen Bewegung, die bei der Herstellung angewandt wird. "Schupfen" bedeutet soviel wie "wegstoßen" oder "wegrollen" mit der gewölbten Hand, wodurch die unverwechselbare Form entsteht. Dieser Form wegen wird die Schupfnudel im Volksmund auch "Buabaspitzle" genannt.

Kartoffel-Schupfnudeln
Die Schupfnudel ist nach den Spätzle das bekannteste schwäbische Gericht, und darf wohl mit Recht als die "Urnudel" bezeichnet werden. Aufgrund ihrer Form und ihrer Größe wird sie im Volksmund auch Fingernudel genannt. Aus Kartoffelteig hergestellt, eignet sie sich als Hauptgericht, Beilage oder Süßspeise.

Krautschupfnudeln
Dieses herzhafte Pfannengericht, typisch für die Schwaben, hat seinen Ursprung auf der schwäbischen Alp. Dieses ehemalige "Arme-Leute-Essen" ist heute eines der bekanntesten schwäbischen Gerichte, das auf keiner Speisekarte oder Dorfhockete fehlen darf.


Dampfnudeln
Was wäre die süddeutsche Küche ohne die mit vielen Zubereitungsmöglichkeiten angebotene Dampfnudel. Da wären die Dampfnudeln mit und ohne Kruste, süß oder salzig, auf Kartoffeln gesetzt, als Hefekloß zu Wild und Braten oder süß mit Vanille-Sauce oder Kompott.


Germknödel
Germknödel mit Powidl ? bei diesen Worten läuft dem Kenner das Wasser im Mund zusammen. Denn was für den Süddeutschen die Dampfnudel ist, ist für die Österreicher der Germknödel. Diese volkstümliche Spezialität wird auch in Schwaben gerne verzehrt und ist wahlweise traditionell mit Pflaumenmus (Powidl) oder mit feinen Sauerkirschen gefüllt.


Krautkrapfen
Die aus feinem Nudelteig, Butterschmalz, deftigem Fleisch, Sauerkraut, Zwiebeln, Nelken und Lorbeer zubereiteten Krautkrapfen stammen aus dem Allgäuer Raum und sind auch in Schwaben sehr beliebt.


Hochzeitssuppe
Traditionelle Knödel-Komposition aus Grieß-, Brät- und Leberknödeln in üppiger Fleischbrühe. Sie wird auf schwäbischen Hochzeiten meist als Vorspeise gewählt und hat daher ihren Namen. Selbstverständlich schmeckt sie auch zu anderen Gelegenheiten.


Brätstrudel
Der "Augsburger Brätstrudel" ist, wie der Name schon sagt, hauptsächlich im Raum Augsburg und München bekannt. Der Strudel besteht aus einer delikaten Brätfüllung, die in einen Pfannkuchen gerollt ist und sich in Streifen geschnitten als ganz besondere Suppeneinlage entpuppt.


Eier-Flädle
Eier-Flädle, auch "Frittaten" genannt, sind in dünne Streifen geschnittene Pfannkuchen, die sich vorwiegend als Suppeneinlage eignen und in der Zubereitung äußerst einfach zu handhaben sind.


Grießknödel
Leichte Knödel, im bayerischen und österreichischen Raum auch "Grießnockerl" genannt, werden vorwiegend als Suppeneinlage geschätzt.


Leberknödel
Meist werden Leberknödel in der Suppe serviert. Nicht weniger schmackhaft sind Leberknödel, die mit Sauerkraut und Kartoffelpüree serviert werden.


Semmelknödel
Werden aus Semmelwürfeln und Milch zubereitet und sind eine ideale Beilage zu Fleisch- und Wildgerichten. Semmelknödel lassen sich auch hervorragend mit Sauerkraut kombinieren.


Speckknödel
Dieses Schmankerl ähnelt dem Semmelknödel ? ist im Geschmack jedoch durch die Speckwürfel würziger und eignet sich hervorragend als Beilage zu Fleisch- und Wildgerichten.


Schinken-Nudeln
Fast Food auf Schwäbisch. Schinken und Zwiebeln würfeln, kurz andünsten und mit gekochten Nudeln vermischen.


Zwetschgendatschi
Hefeteig oder Mürbteig, das ist hier die Frage. Auf jeden Fall wird der Teig dünn ausgerollt und dann dick (sie müssen stehen!) mit Zwetschgen belegt. Angeblich wurde dieser Kuchen in der bayerisch-schwäbischen Metropole Augsburg erfunden. Deswegen heißen die Augsburger auch Datschiburger.



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