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Sie befinden sich hier: Home  >  Getränke  >  Wein  >  40 Jahre Schätzle Rotwein

40 Jahre Schätzle: Bester Rotwein in Folge

Vater und Sohn Schätzle bringen gemeinsam ins Fass und die Flasche. Rotwein, der vielfach ausgezeichnet worden ist.
Bild: D. Simon

Der Kaiserstuhl im Süden Badens gilt als zuverlässig warme Gegend mit viel Sonne und Genussfaktor rund um einen imposanten Bergstock, dessen höchste Erhebung der Totenkopf ist. Von dem seit Zeiten der Saurier untätigen Kegel und in der Sicherheit einer Aussichtsplattform kann der Blick weit über die Landschaft bis zum nahen Schwarzwald oder ins Oberrheintal wandern. Eine liebliche, fast glatte Landschaft mit malerisch-romantischen Örtchen. Kaum vorstellbar, dass hier eisige Winde Staubwolken vor sich hertrieben und den Himmel verfinsterten. Dieser Feinstaub mit hohem Nährstoffgehalt blieb als fruchtbarer Lockerboden bis zu 30 Meter dick liegen und erwies sich als segensreicher Wärmespeicher mit Belüftungspotenzial. Die bewirtschafteten Flächen des Kaiserstuhls sind also vornehmlich durch den Löss geprägt. Der Löss verspricht der Landwirtschaft fette Jahre, dem Weinbau Fülle und satte Aromen. Allerdings ist die Landschaft nicht mehr so, wie sie einmal war. Großflächige Freiterrassen, der Preis moderner Bewirtschaftung und oft Kritikpunkt, prägen das Landschaftsbild. Sie lösten kleinste Parzellen ab. Gleichwohl sind hier Gottesanbeterinnen, Smaragdeidechsen und etwa 30 Arten von Orchideen heimisch.
Und natürlich der Wein. Besonders die Burgundersorten mögen das milde Klima und die reichhaltigen Böden mit vulkanischen Einsprengseln. Mehr als 50 Prozent der Rebstöcke haben burgundische Wurzeln, denn Baden ist Burgunderland, egal ob Spät-, Weiß- oder Grauburgunder sowie die Familienmitglieder Chardonnay und Auxerrois. Der Spätburgunder findet hier optimale Wachstumsbedingungen und bringt fast jedes Jahr kraftvolle Weine mit viel Frucht und Lagerfähigkeit hervor.

Die Einzellage ,,Steingrube" bringt Trauben für vielfach ausgezeichneten, aromatische Rotweine.
Bild: D. Simon

Auch für Leopold Schätzle aus Endingen, im Norden des Kaiserstuhls, ist der „Rote“ der Favorit unter den Weinen. „Wir wollen fruchtige Burgunder“, lautet seine Devise. Leopold Schätzle senior und junior, also Schätzle im Doppelpack, präferieren feinen Burgunderduft von schwarzen Kirschen, Brombeeren und Holz eingebettet in eleganten Körper. Der Schätzle Endinger Engelsberg 2008 Spätburgunder Kabinett zeigt sich authentisch und voll, mit stabilem Abgang, sowie dezenter Holznote. Der Kenzinger Hummelberg 2008 Spätburgunder Spätlese trocken aus dem Barrique schmückt sich harmonisch mit feiner Beerennote, einem Hauch Vanille, Kaffee und Holz. Die Endinger Steingrube, eine Vulkanlage im Alleinbesitz der Schätzles, bringt Riesling Kabinett trocken in anregend-harmonischer Art. Übrigens einer der wenigen Rieslinge aus dem Kaiserstuhl. Mit stabiler Gestalt und prägender Gesteinsnote in geschmeidiger Tonlage spielt die Oberbergener Baßgeige Grauburgunder Spätlese trocken auf. Honig und dezenter Pfirsichduft erhöhen den Trinkgenuss. Mild duftend und eher feinherb als trocken und von schlanker Gestalt ist Grauburgunder Kabinett 2009. Der Hecklinger Burg Lichteneck Weißburgunder Kabinett 2009 tritt leichtfüßig auf, Edinger Engelsberg 2008 Scheurebe Spätlese dagegen stemmt geschmeidig einen ganzen Früchtekorb gefüllt mit Pfirsich und Mango bis zu schwarzen Johannisbeeren mit einer Prise Muskat bestreut.

Seit 40 Jahren erfolgreiche Winzer vom Kaiser stuhl: Die Familie Schätzle hat gut lachen.
Bild: D. Simon

Ganz aus sich selbst heraus produzieren die Beeren Süße, die überreif oder edelfaul zu Wein gekeltert werden. Die 2003er Beerenauslesen von Scheurebe und Spätburgunder sind „Aromabomben“ im Glas. Man trinkt sie in kleinen Mengen als Dessertwein nach Rehrücken, Kalbsfilet oder Hirschkalbsteak und erfreut sich an Honig- oder Bernsteinfarbe, schwelgt in verdichtetem Geschmack. Ein edelsüßer Wein mit eleganter Säure und hohem Lagerungspotential.
Leopold Schnätzle Senior ist ein authentischer Kaiserstühler und ein verlässlicher Winzer dazu. Die Deutsche-Landwirtschafts-Gesellschaft, ein gemeinnütziger Verein, der durch Prüfung und Prämierung dem Verbraucher gute Qualität von Produkten, Produktionsmethoden sowie deren Präsentation signalisiert, zeichnete das Weingut Leopold Schnätzle bereits mehrfach aus. Wer kann schon mit einem erst 40 Jahre lang bestehenden Familienweingut solch gesamtbetrieblichen Erfolg verzeichnen? Mit kleiner Reblage begannen Leopold Schnätzle und seine Frau Margarete in einem gemieteten Keller in Endingen und kauften nach und nach Rebflächen in guten Kaiserstühler und Breisgau er Lagen dazu. „Darauf habe ich schon geachtet“, bekennt er verschmitzt lachend. Mehr als 100 „Lehrlinge“ konnten hier inzwischen Weinwissen sammeln und mitnehmen. Des Vaters Passion, die Liebe zum Wein, prägte Tochter Cäcilia und Sohn Leopold, die Kinder arbeiten heute an entscheidenden Stellen in führender Position mit. „Bester Rotweinerzeuger Deutschlands in Folge“ nennt ihn die DLG für die Jahrgänge 2006, 2007 und 2009, fast alle Schätzle-Weine erzielten Gold oder Silber. Aus Sonne und Liebe wird Wein, so die Kurzform der Wappendevise. Einer Portion Können wird es wohl dennoch bedürfen. Info: http://www.schaetzle-weingut.de oder leopold@schaetzle-weingut.de oder Leopold Schnätzle, 79346 Endingen am Kaiserstuhl, Wilhelmshöfe 1.

(Kopie 1)

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