Deutsche Einheit in Küchen angekommen?
Der 3. Oktober ist seit 20 Jahren ein denkwürdiger Tag. Um Mitternacht war Deutschland wieder vereint. Vorher trennte fast 40 Jahre lang eine Mauer die Deutsche Demokratische Republik von der Bundesrepublik Deutschland. Unterschiedliche wirtschaftliche und politische Einflüsse prägten sowohl die verschiedenen Staatsformen als auch die Esskultur.
Die DDR-Küche – Fakt oder Fiktion?
Gab es sie überhaupt, eine eigenständige Küche in der DDR? Bei dieser Frage gehen die Meinungen auseinander. Die einen sagen, dass die typische Küche der Deutschen Demokratischen Republik existierte, die anderen sind der Meinung, dass 40 Jahre gar nicht lang genug sind, um einen eigenen Küchenstil zu entwickeln. Wie auch immer die Küche bezeichnet wird, so unterscheidet sie sich deutlich von der Westdeutschen.
Während in den Nachkriegsjahren im Westen – was das Essen betrifft ? aus dem Vollen geschöpft werden konnte, waren in der DDR viele Lebensmittel schlicht und ergreifend nicht verfügbar oder es gab sie nur zu horrenden Preisen. Zu Zeiten der Kaffeekrise 1977, als die Weltmarktpreise durch Missernten dramatisch anstiegen, kostete beispielsweise ein Kilo echter Bohnenkaffee circa 120 Ost-Mark.