Impressum | Kontakt | Über uns | Sitemap | Suche | Werbung 
Home
Editorial
Aktuelles
Rezept-Ideen
Gaumenschmeichler
Rezepte
   Wintersalate
   Wohlfühlkochen
   Pflaumen aus Südafrika
   Küchenherbst
   Irische Weihnachtsplätzchen
   Herbstzeit - Kartoffelzeit
   Herbstgenüsse und -gemüse
   Rezepideen mit Gries
   Kellogs-Rezepte
   Rezepte mit Frischkäse
   Vier Eintöpfe
   Locker und leicht
   Europäische Küche und Gourmethandbuch
   Hier geht es um die Wurst
   Leichte Sommergemüse
   Pilze im Sommer
   Frauenfußball-WM: Die Rezepte
   Leckere Rezepte mit Butterspezialitäten
   Grillrezepte
   Fünf Rezepte mit Crème fraîche
   Anregungen Brunch
   Karenvalshäppchen
   Pikantes aus der Röhre
   Nudeln
   Rezepte Silvester
   Rezept Krustenbraten
   Rezepte für den Herbst
   Rezepte: Pute und Marone
   Rezepte: Heiligabend
   Rezepte: Suppen
   Rezepte aus Ost und West
     Rezept: Soljanka
     Rezept: Pfefferpotthast
     Rezept. Tomatengräupchen
     Rezept: Krabbensuppe
   Pizza
   Rehrücken
   Alles Kohl
   3-Gänge Menü
   5-Gänge Menü
   Zander
   Mandeln, Marzipan
   Ravioli
   Schweine-Koteletts
   Kalbsfilet
   Pfifferlinge
   Fasan
   Trüffelbutter
   Rehfilet
   Wachtel
   Geliebte Tomate
   
   Salate
   Suppen
   Hauptgerichte
   Spargel in Rapsöl
   Nachspeisen
   Käse
Länder-Rezepte
Getränke
Genussmenschen
Backen & Süßspeisen
Links
Ernährung
(Koch-)Bücher
Was für ein Käse
Küchenausstattung
Tipps & Infos
Über 800.000 Tonnen Äpfel erwartet
Service
Special
JOBS
Sie befinden sich hier: Home  >  Rezepte  >  Rezepte aus Ost und West

Rezepte aus Ost und West

Wer kennt es? Pfefferpotthast aus Westfalen.
Bild: Mondamin

Deutsche Einheit in Küchen angekommen?

Der 3. Oktober ist seit 20 Jahren ein denkwürdiger Tag. Um Mitternacht war Deutschland wieder vereint. Vorher trennte fast 40 Jahre lang eine Mauer die Deutsche Demokratische Republik von der Bundesrepublik Deutschland. Unterschiedliche wirtschaftliche und politische Einflüsse prägten sowohl die verschiedenen Staatsformen als auch die Esskultur.

Die DDR-Küche – Fakt oder Fiktion?
Gab es sie überhaupt, eine eigenständige Küche in der DDR? Bei dieser Frage gehen die Meinungen auseinander. Die einen sagen, dass die typische Küche der Deutschen Demokratischen Republik existierte, die anderen sind der Meinung, dass 40 Jahre gar nicht lang genug sind, um einen eigenen Küchenstil zu entwickeln. Wie auch immer die Küche bezeichnet wird, so unterscheidet sie sich deutlich von der Westdeutschen.

Während in den Nachkriegsjahren im Westen – was das Essen betrifft ? aus dem Vollen geschöpft werden konnte, waren in der DDR viele Lebensmittel schlicht und ergreifend nicht verfügbar oder es gab sie nur zu horrenden Preisen. Zu Zeiten der Kaffeekrise 1977, als die Weltmarktpreise durch Missernten dramatisch anstiegen, kostete beispielsweise ein Kilo echter Bohnenkaffee circa 120 Ost-Mark.

 

Soljanka mit Jagdwurst, eine der Spezialitäten des Ostens.
Bild: Mondamin

Gemüseauswahl begrenzt

Auch das Fleischangebot war beschränkt. Zwar gab es reichlich Schweinefleisch und Hähnchen, da die Tiere sehr gut in der Massenproduktion gezüchtet werden konnten, aber bereits beim Rindfleisch wurde es eng. Lamm- und Kalbsfleisch war dagegen kaum zu erwerben.

Die Gemüseauswahl war ebenfalls sehr begrenzt. Zu kaufen gab es fast nur die einheimischen Sorten. Es existierten lediglich Importe aus dem Osten, da dort mit konvertiblen Devisen bezahlt werden konnte. Die meisten Zeitzeugen erinnern sich hauptsächlich an folgendes Gemüse: Kohl (weiß und rot), Schwarzwurzeln, Sellerie, Lauch, Kohlrabi, Zwiebeln, Kartoffeln, Möhren und Erbsen (aus dem Glas). Beim Obst sah es nicht anders aus. Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen und Erdbeeren waren üblich. Aber natürlich nur zur jeweiligen Jahreszeit. Bananen hingegen blieben Träumereien.

 

Semmelknödel mit Gemüse. Klassiker aus dem Westen.
Bild: Mondamin

Im Osten versuchte man häufig, Gerichte aus dem Westen nachzukochen. Wenn es bestimmte Zutaten nicht gab, musste improvisiert werden. Auch wenn das Ergebnis nicht unbedingt dem Original entsprach, so entstand durch viel Kreativität oft ein neues, leckeres Rezept.

Die verfügbaren Produkte waren dafür sehr naturbelassen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass in den LPG-Betrieben (Landwirtschaftliche Produktions-genossenschaften) überwiegend mit Pflanzenfutter und nicht mit Futtermittel gefüttert wurde. Auch die Zeit bis zur Schlachtreife war viel länger als im heutigen Gesamtdeutschland. Ähnlich sah es bei Obst und Gemüse aus. Es fand selten der Einsatz von Düngungsmitteln statt und insgesamt war das Anbauverhalten naturfreundlicher und nachhaltiger. In der DDR gab es kaum Stabilisatoren, künstliche Konservierungsstoffe und Emulgatoren.

Im Westen viel Neues


Im Westen begann mit den 50er Jahren die Zeit des Wirtschaftswunders. Lebensmittel gab es im Überfluss. Aus dem Ausland importierte man exotische Früchte und Besonderheiten. Während im Osten nach Planwirtschaft angebaut und zugeteilt wurde, fingen in Westdeutschland die Einwohner an zu schlemmen. Produkte wie Fleisch oder Butter, die während der Kriegsjahre knapp gewesen waren, wurden in großen Mengen verzehrt. Außerdem gab es nach den Kriegsjahren auch Lebensmittel, die es vorher so nicht gegeben hatte. Importe aus dem Westen bereicherten die Küche. Der Toast-Hawaii (eigentlich eine Erfindung aus dem Westerwald) steht als Synonym für Freiheit und den Traum von fremden Stränden.

Würzfleisch war mehr eine Sache des Ostens.
Bild: Mondamin

In den 60er Jahren wurde der Einfluss der italienischen Gastarbeiter auf die Deutsche Küche immer stärker. Während die Reiselust der Deutschen ins Ausland stieg, entstanden in Deutschland verstärkt Pizzerien und italienische Restaurants, die leckere Spaghetti und andere italienische Besonderheiten anboten. Es folgten Restaurants aus anderen europäischen Ländern, allen voran griechische und spanische. Auch die chinesische Küche etablierte sich. Regionale deutsche Gerichte wurden durch diese Einflüsse jedoch zunächst kaum verändert.

In den 80er Jahren hielten weitere Trends Einzug in die Bundesrepublik.
Während die einen sich an Scampi und Prosecco erfreuten, stürzten sich viele in den Fast-Food-Boom. 1971 eröffnete das erste McDonalds-Restaurant in der Bundesrepublik und von da an sprossen Burgerketten wie Pilze aus dem Boden. Außerdem eroberten Convenience-Produkte dank neuartiger Technologien den Markt. Mit der Zunahme von Fertiggerichten nahm der Einsatz künstlicher Konservierungs- und Aromastoffe zu. Ein Trend, der durch weitere Erfindungen und eine Rückbesinnung auf natürliches Essen heute wieder abnimmt.



--------------------------------------------------------------------------------
Bookmark setzen - - - Druckversion - - - Seite weiterempfehlen
--------------------------------------------------------------------------------


Bookmark bei: Oneview Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Linkarena Bookmark bei: Newsider Bookmark bei: Readster Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Digg Bookmark bei: Del.icio.us Bookmark bei: StumbleUpon Bookmark bei: Yahoo Bookmark bei: Google Bookmark bei: Blinklist Bookmark bei: Technorati


koestlichkeiten.de ist ein Portal von Hayit Medien, einer Unit von Mundo Marketing GmbH

 


Anzeige