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Wenn Rauch aufsteigt:

Im Berliner Mauerpark steigt in diesen Tagen, wie vielerorts in Deutschland, der Rauch der Grillfeuer in die Lüfte.
Bild: koestlichkeiten.de

Grillen hat Hochsaison

In Parks und auf Gartengrundstücken steigt bei diesem echten Sommerwetter Rauch auf. Das sind nicht etwa die Pfadfinder, die sich in Rauchzeichen üben, sondern ganz normale Menschen wie Du und ich, die dem Grillen frönen. Grillen hat zur Zeit Hochsaison. Wir wollen Sie unterstützen mit Hinweisen zum richtigen Grillen und natürlich mit Rezepten.


Was passiert beim Grillen?
Das Wort Grill entstammt ursprünglich dem englischen Wortschatz und heißt übersetzt Rost. Unter “Grillen“ ist also das Garen auf einem Rost zu verstehen - nicht umsonst sprechen wir somit auch vom “Rösten“ der Grillade. Mittlerweile nehmen wir es mit dem Begriff allerdings nicht mehr ganz so genau, denn heute denkt man beim Thema Grillen auch sofort an Grillspieße, die über der Glut gedreht werden. Physikalisch gesehen ist der Grillvorgang ein Garen mit so genannten direkten Hitzestrahlen. Diese rösten die Grillade durch ihre hohe Temperatur. Dadurch entstehen auch verschiedene Röststoffe, die das typische Grillaroma hervorrufen.

Das sind Klassiker und zugleich Grillspezialitäten.
Bild: Wikrths PR

Grillgeräte

Damit Ihre Grillparty ein voller Erfolg wird, kommt es vor allem auf das richtige Grillgerät an. Ein Grill wird mit Holzkohle, Strom oder Gas betrieben. Wie auch immer Sie sich entscheiden, Ihr Grillgerät sollte vor allem stabil und standfest sein. Ein absolutes Muss ist ein höhenverstellbarer Rost. Wichtig ist auch eine Windschutzvorrichtung - sonst lässt der Wind die Funken stieben. Außerdem sollte man darauf achten, dass eine Vorrichtung für Drehspieße vorhanden ist. Sehr praktisch sind Grillgeräte, bei denen sich die Glut nicht unter, sondern neben dem Grillgut befindet. Der Vorteil dieser so genannten Vertikalgrills besteht darin, dass kein Fett in die Glut tropfen kann.

Handwerkszeug und Zubehör

Unentbehrlich ist auch das richtige Handwerkszeug. Grillbesteck und Grillzange sollten einen langen Griff aufweisen. Ein Grill¬handschuh aus feuerfestem Material hilft, Verbrennungen vorzubeugen. Beim Grillen mit Holzkohle benötigt man außerdem eine Grill¬schau¬fel, um bei Bedarf die Kohle zusammenschie¬ben zu können. Mit dicker Alufolie können Sie den Grill auskleiden, den Rost belegen oder Kartoffeln, Gemüse oder Fisch einwickeln. Außerdem sollten ein Pinsel mit Naturborsten zum Marinieren oder Einölen bereit¬liegen sowie ein Holzbrett mit Saftrinne, ein Tran-chiermesser - und vor allem eine Schürze gegen Fettspritzer. Zum Grillen von Gemüse, Fisch und mariniertem Fleisch sind spezielle Grillpfannen aus Alufolie sinnvoll. Wer gerne gegrillten Fisch isst, für den lohnt sich die Anschaffung von Fischkörben.

Auf dem Mark in Berlin-Kreuzberg bekommt man alles, was zum Grillen notwendig ist.
Bild: koestlichkeiten.de

Richtig einheizen

Herkömmliche Grillgeräte werden üblicherweise mit Holzkohle beheizt. Altpapier, Pappe oder Nadelholz sind dagegen ungeeignet zum Heizen, da sie krebserregende Benzpyrene entstehen lassen. Verwenden Sie der Sicherheit zuliebe stets Grillanzünder und keinesfalls Benzin. Ein Blasebalg ist hilfreich, um die Glut anzufachen. Wichtig: bei Holzkohlegrills das Grillgut erst dann auflegen, wenn die Kohle richtig durchgeglüht ist und weder Flammen noch Rauch sichtbar sind.

Nicht nur in Berlin gibt es bunte Mäkrte, auf denen man mediterranes Grillgut erwerben kann.
Bild: koestlichkeiten.de

Was eignet sich zum Grillen ?

Fleisch von Schwein, Rind, Lamm, Geflügel und auch Fisch lässt sich hervorragend grillen - vorausgesetzt, es ist nicht gepökelt. Aber es muss nicht immer nur Fleisch sein, probieren Sie doch auch einmal gegrilltes Gemüse wie z.B. Tomaten, Maiskolben, Paprika - und nicht zu vergessen Kartoffeln! Gegrillte Früchte wie Ananas, Mango oder Banane sind ebenfalls eine Delikatesse.

Gesundes Grillen

An sich ist Grillen eine der gesündesten Gararten, die es gibt. Durch die direkte Hitzestrahlung schließen sich sofort die Poren des Grillfleischs. Dadurch gehen weniger wertvolle Vitamine und Mineralstoffe verloren und auch die typischen Geschmacksstoffe bleiben besser erhalten. Das in der Grillade enthaltene Fett schmilzt jedoch in der Hitze und tropft aus. Deshalb ist keine Zubereitungsart so fett- und kalorienarm wie das Grillen! Aber Vorsicht: Damit das Grillen auch wirklich gesund bleibt, gilt es einige Sicherheitsregeln einzuhalten. Achten Sie vor allem darauf, dass niemals Fett in die Glut tropft. Dieses verbrennt auf der heißen Kohle und lässt krebserregende Benzpyrene entstehen, die sich auf dem Grillgut ablagern können. Um dies zu verhindern, sollte man am besten für mariniertes und fettes Fleisch spezielle Grillpfannen aus Alufolie verwenden, so werden Saft und Fett von der Glut ferngehalten. Als Alternative bieten sich die Vertikal-Grillgeräte an, bei denen kein Fett in die Glut tropfen kann. Gefährliche Benzpyrene entstehen aber auch, wenn Fleisch stark verbrennt, deshalb sollte man stets für den richtigen Abstand zwischen Glut und Fleisch sorgen. Noch ein Sicherheitshinweis: Keinesfalls gepökeltes Fleisch, wie z.B. Kasseler Kotelett grillen. Das darin enthaltene Nitritsalz verbindet sich bei den hohen Grilltemperaturen mit dem Eiweiß des Grillfleischs zu krebserregenden Nitrosaminen.

 

Artischocke hilft beim Verdauen

Gegrilltes kann manchmal ganz schön fett sein und entsprechend auf den Magen schlagen. Hier hilft ein Verdauungscocktail aus 0,2 l Tomatensaft und 2 EL Artischockensaft. Die Wirkstoffe der Artischocke verbessern die Fettverdauung und regen den Gallenfluss an.



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