Energie und Vitamine für den Nachwuchs
Ein gesundes Frühstück ist nicht nur für das körperliche Wohlbefinden unserer Kinder wichtig, sondern auch für deren geistige Fähigkeiten. Schließlich braucht unser Gehirn sehr viel Energie, um arbeiten zu können.
Das Gehirn macht zwar nur etwa 2 % unserer Körpermasse aus, es benötigt aber 20 % der Energie, die dem Körper zur Verfügung steht. Die Energie wird in Form von Glykogen in den Muskeln und der Leber eingelagert. Bei Bedarf wird das Glykogen in Glukose aufgespaltet und über das Blut dem Organismus zur Verfügung gestellt. Unser Gehirn ist auf Glukose – ein Kohlenhydrat – als einzig verwertbaren Brennstoff angewiesen. Da die Glykogenreserven des Körpers sehr begrenzt sind, ist es notwendig, regelmäßig zu essen und dabei auch Kohlenhydrate zu sich zu nehmen.
Morgens sind die Energiespeicher leer
Warum das Frühstück dabei eine so wichtige Rolle spielt, ist schnell erklärt: Zwischen Abendessen und morgendlichem Frühstück vergehen in der Regel durchschnittlich 12 Stunden. Da wir auch über Nacht Energie verbrauchen, haben sich unsere Glykogenspeicher ziemlich geleert. Wer dann noch das Frühstück auslässt, führt seinem Körper einfach zu lange keine neue Energie zu. Im Laufe des Vormittags sind dann die Glykogenspeicher erschöpft. Die Folge: Muskeln und Gehirn geht sprichwörtlich der Treibstoff aus. Dann fühlen wir uns nicht nur körperlich, sondern auch geistig „leer“. Trotzdem verzichtet etwa ein Viertel der Schülerinnen und Schüler morgens auf das Schulfrühstück.