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Schon die Königin von Saba liebte Pistazien

Jeder kennt sie und zwischen liebt auch fast jeder sie.

Die Pistazie hat eine lange und interessante Geschichte. Pistazien
gehören zu den ältesten blühenden Nussbäumen und sind einheimisch im
Nahen Osten. Jüngste archäologische Funde in der Türkei deuten darauf
hin, dass Menschen Pistazien bereits 7.000 vor Christus genossen haben.
Da Pistazien in heißen Klimazonen gedeihen, breiteten sie sich vom
Nahen Osten auf das Mittelmeergebiet aus und wurden schnell zu einer
geschätzten Delikatesse unter Königen, Reisenden und einfachem Volk
gleichermaßen.
Die Legende besagt, dass die Königin von Saba die Pistazien zu einem
ausschließlich königlichen Nahrungsmittel ernannte und es dem einfachen
Volk sogar verbot, die Nuss für den persönlichen Verzehr anzubauen.
Nebukadnezzar, der König des antiken Babylon, ließ Pistazienbäume in
seinen sagenhaften hängenden Gärten pflanzen. Und im 1. Jahrhundert
nach Christus führte Kaiser Vitellius diese wertvolle Nuss in seiner Hauptstadt
Rom ein. Laut muslimischer Legende war die Pistazie eines der
Nahrungsmittel, die von Adam zur Erde gebracht wurde.

Kleine nussartige Frucht mit geschmackvollem Inhalt.

Die Pistazie wurde als Färbemittel und Heilmittel für Beschwerden wie
Zahnschmerzen bis hin zu Lebersklerose verwendet. Der hohe Nährwertgehalt
und die lange Haltbarkeit hat die Pistazie auch zu einem unverzichtbaren
Reisegut unter frühen Forschungsreisenden und Händlern
gemacht. Zusammen mit Mandeln wurden Pistazien von Reisenden auf
der antiken Seidenstraße zwischen China und dem Westen mitgeführt.


Pistazien in den USA

Eigentlich wurden Pistazien in den 1880ern für aus dem Nahen Osten stammende
Amerikaner importiert. Dem Rest der USA wurden sie als Snack
ungefähr 50 Jahre später vorgestellt. Die Nüsse wurden in Warenautomaten
in den gesamten USA angeboten und wurden normalerweise rot eingefärbt,
um Unregelmäßigkeiten zu verdecken und Passanten auf sie aufmerksam zu
machen.
Anfang der 30er Jahre wurden Pistazienbäume versuchsweise in Kalifornien
angepflanzt. Nach zehn Jahren sorgfältiger Forschung und gezielter Züchtung
entstand eine besonders kräftige Sorte mit Namen Kerman, nach der
Herkunftsstadt im Nahen Osten. In den 60er Jahren hatte sich der kommerzielle
Pistazienanbau in Kaliforniens trockenem Central Valley ausgebreitet.
Heute ist Kalifornien der weltweit zweitgrößte Produzent von Pistazien mit
mehr als 40.500 Hektar Pistazienplantagen und einer Produktion von mehr
als 136.000 Tonnen Pistazien im Jahr. Damit sorgt Kalifornien für ungefähr
98 % der Pistazienproduktion in den USA.

Für den Snack zwischendurch . . .

Die Produktion in den USA ist rasch angestiegen und hat sich von 2.000
Tonnen im Jahr 1977 auf 157.000 Tonnen im Jahr 2004 mit einem Ertragswert
von 573 Millionen US Dollar im Jahr 2005 erhöht. Dieses schnelle
Wachstum der US-amerikanischen Pistazienbranche hat dazu geführt, dass
die USA zum weltweit zweitgrößten Produzenten nach dem Iran aber vor
der Türkei, Syrien und China geworden ist.*
*Quelle: US-Landwirtschaftsministerium, www.fas.usda.gov
Stand 19. Juli 2005

Wachstumszyklen der Pistazien

Pistazien wachsen in schweren weinähnlichen Trauben und sind wie
Mandeln von einer fleischigen Haut umgeben. Pistazien reifen im
Spätsommer oder Frühherbst, ihre Haut wird rosig und die innere Schale
spaltet sich auf natürliche Weise an den Nähten.
Pistazienplantagen können jahrhundertelang in sogenannten
„abwechselnd-tragenden“ Zyklen Nüsse tragen, d. h. der Ernteertrag ist in
einem Jahr hoch und im nächsten Jahr niedrig. Im Unterschied zu Mandeln
produzieren Pistazien männliche und weibliche Blüten auf unterschiedlichen
Bäumen. Daher müssen für die Befruchtung sowohl männliche als auch
weibliche Bäume vorhanden sein oder alternativ können auch Zweige eines
männlichen Baums auf weibliche Bäume gepfropft werden. Wind - und nicht
Bienen - ist notwendig, um den Pollen von den männlichen zu den weiblichen
Blüten zu tragen.

Sie senken signifikant den Cholesterinspiegel.

Das Klima spielt ebenfalls eine Rolle bei der Pistazienproduktion. Pistazienbäume benötigen ungefähr 1.000 Stunden bei kühlen Temperaturen um 7°C oder niedriger, um die Samenruhe zu verursachen, die für eine gute Produktion notwendig ist. Ein milder Winter oder starke Regenfälle während der
Bestäubung können den Ertrag reduzieren.
In den USA wird der Großteil der Pistazien im September geerntet. Zur
Erntezeit werden die Pistazien mit mechanischen "Baumrüttlern" auf eine
Auffangvorrichtung geschüttelt, damit sie niemals auf den Boden fallen. Von
dort werden die Nüsse in Container umgeladen und schnell zur Verarbeitungsanlage transportiert. Pistazien müssen sofort enthäutet und getrocknet werden, um ihre delikate Qualität zu erhalten und ein Verfärben der Schalen zu vermeiden.

Cholesterinsenker

In den USA werden die meisten Pistazien als Snack verzehrt und in Schalen
verkauft. Von 1988 bis 2002 ist der Pistazien-Konsum von jährlich um acht auf
18 % gestiegen. Der gestiegene Verbrauch resultiert aus der Produktion und
dem gesundheitlichen Nutzen. Pistazien beinhalten reichhaltig Kalzium,
Vitamin B6, Thiamin, Phosphor, Eisen, Magnesium, Kupfer und Ballaststoff.
Studien belegen, dass der Cholesterinspiegel eines Erwachsenen durch 60 g
Pistazien pro Tag signifikant gesenkt werden kann.*
Pistazien bieten energiegeladene Nährstoffe, Vorteile für die Herzgesundheit,
einen guten Geschmack und Spaß beim Öffnen. Es ist kein Wunder,
dass sie auch als “lachende Nuss” bezeichnet werden.

Pistazien absorbieren Feuchtigkeit aus der Luft und werden schal, wenn man
sie falsch lagert. Bewahren Sie Pistazien in einem luftdichten Behälter im
Kühl- oder im Eisschrank, um ihre Frische zu erhalten. Ungeschälte Pistazien
bleiben bis zu einem Jahr nach der Produktion frisch, während geschälte
Pistazien am besten innerhalb von vier Monaten verzehrt werden sollten, um
besten Geschmack genießen zu können. Wenn Sie gefrorene Pistazien
auftauen, tun Sie dies in einer Plastiktüte, um die Bildung von Kondenswasser
zu verhindern.

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