Er will den Weintrinker glücklich machen
Vom Blitz getroffen wurde der Wahlberliner aus Großbritannien schon früh. Ganz besondere Blitze waren das, nämlich die, die den Riesling-Weinen von der Mosel innewohnen. Und seither ließen die „Blitze“ ihn nicht mehr los. Stuart Pigott reist in Sachen Wein um die Welt und nimmt seine Leser mit in Landschaften, deren Besonderheit und Gemeinsamkeit der Wein ist. Stuart Pigott vorzustellen, scheint unnötig, ist er doch bekannt, wie der oft besprochene „bunte Hund“. Er ist ein Enfant terrible, dem allein seine Passion zum Wein wichtig, ja, dem er geradezu verfallen ist.
Wein mit all seinen Finessen liegt ihm so am Herzen, dass er es schon mal auf die Klage eines Winzers, oder gar gleich mehrerer ankommen lässt. Der Spiegel titelte: „Wie eine Wildsau“. Nein, er zerwühlt nicht das Terrain, auf dem er gräbt, sondern schreibt mit Hingabe über guten, schlechten, verwerflichen oder gar göttlichen Wein. Er schreibt unangepasst, er will den Weintrinker glücklich machen und brüskiert dafür auch schon einmal den Erzeuger.
Der kleine geniale Weinführer 2010 ist eines der nützlichsten Bücher für Menschen, die Wein trinken und kaufen, aber nicht studieren wollen. Ein Jahr lang währte die Suche nach genialen Neuentdeckungen aus aller Welt. Das Ergebnis hat eine klare Sortierung, viele empfehlenswerte Weine schon unter 5 Euro, viele Empfehlungen für Weine aus ökologischem Anbau, für die Party, den Lagerkeller, den Sektfreund oder den Lieblingsweinhändler. „Der Pigott“ ist ein Buch für neugierige Genussmenschen, die den winzigen Teilchen Weingenuss nachzuforschen bereit sind, die noch nie in einem Labor, dafür aber auf der Zunge aufgespürt wurden.
Das Erzeugnis Wein sowie dieser Weinführer sind keine Wunder, sondern „Produkte einer gleichermaßen gnadenlosen wie liebevollen Arbeit“. Stuart Pigott sägt an sicher geglaubten Stühlen und lobt wagemutige Jungwinzer, ja beruft sie sogar in den Stand von Starwinzern. Stuart Pigott kann authentisch die Begeisterung zum Wein vermitteln, er bedient sich starker Wiedersprüche und unkonventioneller Ansichten. Er kostet seine eigene Fachsimpelei nicht aus, dafür gibt er praktische Hilfen für den Weg zum großartigen Weingenuss. Sein Gesetz Nr. 3 lautet: Wein ist nicht annähernd so kompliziert und empfindlich, wie allgemein angenommen wird und Irrtum Nr. 8: Junge Weine, die unharmonisch schmecken, werden mit zunehmendem Alter harmonischer. Na, wollen Sie mehr wissen? Info unter: WWW.FISCHERVERLAGE.DE. Der kleine geniale Weinführer kostet € 9,95 und ist unter ISBN 3-502-15100-5 im Scherz-Verlag, einem Unternehmen des Fischer Verlags zu bestellen.