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Lebenstraum Weinberg

Manuel Nössing in seinen Wiener Weinbergen: Er ist junger Teil der Wiener Weinkultur.
Fotos: Weingut Nössing

Das Weingut Manuel Nössing in Wien

Wien ist eine der lebenswertesten Städte der Welt. Wien ist Bundesland und Hauptstadt, Kongressstadt, Wirtschaftsmetropole, Pilgerstätte für Kulturhungrige, Kunstsinnige, Walzerliebhaber und Sissi Fans. Mehr als 1,5 Millionen Menschen leben in dieser Metropole mit dem besonderen Charme und gönnen sich gern eine Verschnaufpause in der gemütlichen Atmosphäre der schon legendären Wiener Kaffeehäuser. Hier findet seit jeher kultiviertes Gemeinschaftsleben statt. Wien ist aber nicht nur eine Stadt der Nostalgie, sondern auch der Moderne mit modellhaft städtischem Verkehr, einem Flughafen, einer Universität, einer nächtlichen Clubszene und jeder Menge Weingärten auf Stadtgebiet.
Die Weingärten gehören zum Stadtbild, stellen einen Teil der Identität aller Wiener und somit deren Gemütslage sowie einen durchaus beachtlichen Wirtschaftsfaktor dar.
Eigentlich wurde Wein schon immer in Wien angebaut, etwa seit 2 000 Jahren, nur leider eher belächelt, denn geschätzt. Hier spielt die Heurigenkultur eine entscheidende Rolle. Im späten Mittelalter standen Weinstöcke sogar innerhalb der Wiener Stadtmauern. Heute ziehen sich die Rebflächen eher zerrissen um die Stadt herum. Im Süden wachsen frische Weine auf dem Kadoltsberg während die Großlage Mauerberg vom sehr trocken-warmen Klima beeinflusst kompakte und intensivfruchtige Weine hervorbringt.

Der Philosoph unter den Winzern.

Der Hauptanteil der Weinstöcke befindet sich im Nordwesten und Nordosten Wiens. Beste Boden- und Klimaverhältnisse unterstützen rassigen Klassewein. Der Nussberg im Nordwesten ist eine begehrte und die bekannteste Wiener Großlage des gleichnamigen Hügelrückens am südlichen Donauufer und ehemals Urmeeresbrandungszone. Von der Riede Nussberg partizipieren gleich mehrere Weinorte. Klassiker dieser Region sind besonders saftige, fruchtdominierte Rieslinge und salzig-würzige Grüne Veltliner. Nördlich der Donau liegt der Winzerort Stammersdorf am Fuß des weichhügeligen Bisamberges, dessen Hänge aus kalkreichem Lösslehm bestehen. Lediglich der südlichste Zipfel gehört zum Wiener Stadtgebiet und ist geologisch ein Alpenausläufer und Naturerholungsraum. Auf dessen wasserdurchlässigem Untergrund entwickeln sich vornehmlich vollmundige und kernige Weißweine.
All das ist Wein aus Wien aber mitnichten gibt es den Idealtypus des Wiener Weins. Nur auf den Gemischten Satz, diese Zusammenpflanzung, Lese und Verarbeitung verschiedener Rebsorten zwecks Risikominderung, verzichtet kaum ein Winzer. Und obwohl man in Wien, bei aller Weltläufigkeit, gern an liebgewonnenen Gepflogenheiten festhält, legen im neuen Weinzeitalter
ambitionierte und talentierte Winzer Wert auf ganz persönliche Ausdrucksform und überzeugte Quereinsteiger sorgen für Aufwind in den Wiener Gassen.
Manuel Nössing ist so ein Quereinsteiger, für den irgendwann einmal Wein die Hauptrolle spielte. Manuel Nössing begann als Denker und Gastronom mit persönlichem Zugang zum Wein. Er entstammt keiner altehrwürdigen Winzerfamilie und kann sich auch nicht auf deren lange Tradition berufen. Manuel Nössing studierte eine der so genannten Geisteswissenschaften, suchte die Weisheit und fand den Wein. Manuel Nössing entwickelte ganz eigene Visionen und hat mit beachtlicher Geschwindigkeit Weine mit komplexem Charakterbild vorgestellt.

Der Wein spielt die Hauptrolle im Leben des Neu-Winzers.

Seine Weingärten befinden sich alle in Stammersdorf an den Hängen des Bisamberges. Die fruchtbaren Rieden "Gritschen", "in den Breiten" und "in den langen Wiesthalen" werden nach umweltgerechten und den natürlichen Lebensraum schützenden Gesichtspunkten bewirtschaftet. Sorgfalt und Handarbeit sowie natürliche Begrünung und Verzicht auf Kunstdünger sind für den integriert produzierenden Landwirt Nössing Garant für qualitativ hochwertige Trauben mit sattem Extrakt. Nur konstante Qualitätssteigerung in Weingarten und Keller bringt einen guten Wein hervor.
Was als Nebenerwerb und Insider-Tipp begann, wuchs sich zu einer Leidenschaft aus, einer Leidenschaft, die auch andere Menschen überzeugt. Der Wein spielt einfach die Hauptrolle im Leben des Neu-Winzers und seine Weine des Jahres 2009 katapultierten ihn mit rasanter Geschwindigkeit in die Höhenlage der Weinszene. Kraftvoll, charakterstark, manchmal puristisch klar gekelterter Wein mit Fingerabdruck überzeugte Weintrinker, Weinjournalisten und Gastro- sowie Handelskunden. Qualitätssteigerung und Ausbau der Anbauflächen gehören unabdingbar zur Vollerwerbswinzerei und innerhalb der nächsten drei Jahre sollen 30.000 Flaschen „Nössing-Wein“ den Keller in Stammersdorf verlassen.

Veltliner, Riesling und Chardonnay bringen das Herz der Weinfreude zum Hüpfen.

Wahrheitssucher mit Weintalent
2010 Chardonnay „in den Wiesthalen“ wählt klares Grüngelb für seinen verhaltenen Duftappell von nicht ganz reifen Äpfeln und Rauch und enthüllt im Geschmack neben der Duftwiederholung einen Hauch Zitronen- und Orangenschale. Zudem serviert er Mandel und Gras auf einem Holztablett. Seine fruchtige, körperreiche Art passt wunderbar zu Salaten mit Schafs- oder Ziegenkäse aber auch zu Kartoffelgratins oder Fisch aus dem Ofen oder vom Grill. Der Chardonnay „in den Wiesthalen“ ist überzeugender 90-Punkte-Sieger und Goldgewinner. Ein toller Wein aus einem schwierigen Jahr.
2010 Rheinriesling ist wie eine Party mit beschwingter Tanzmusik, Fruchteis am Stiel und exotischem Obstsalat-Büffett. Pardon, wie ein animierender Trinkwein sein sollte. Leicht, verspielt, von herrlich frischem Charme und etwas spröde kokett, weil prickelnd säurig, spritzig und pikant. Also ungemein lebendig. Ein kribbelnder Frischegenuss.
2010 Grüner Veltliner schimmert gelb mit grünen Reflexen und duftet sympathisch und fruchtbetont wie Apfel-Honigmarmelade serviert auf einem pfeffrigen Kräuterbett. Leicht mineralisch mit elegantem Säurespiel hinterlässt er einen trockenen, langanhaltenden klassischen Eindruck.
2009 Grüner Velliner „in den Breiten“ hat sich im Weinberg ein verhaltenes Bukett zugelegt und zeigt in hellgrün gut strukturierten Geschmack von reichlich Boden, Apfel und Würze. Stimmige Säure und hellfruchtiger Abgang erhöhen den Genuss.

Manuel Nössing keltert moderne Weine für moderne Menschen.

2009 Rot Zweigelt Reserve zeigt leuchtend rubingranatige Farbe, so beeindruckend wie die Aussicht auf die Donau und ist aufgrund seines Kokosdufts und seines weichen Geschmacks von saftigen Kirschen, Trockenpflaumen, roten Beeren und rauchigen Holznoten ein äußerst würziger Genuss. Röstaromen, Orangenschokolade, Erdtöne und Gewürze unterstreichen seine Kraft. Klar akzentuiert das gekonnt eingebettete Tannin den Geschmack und führt zum guten Abgang in herber Wärme.
Manuel Nössing keltert moderne Weine für moderne Menschen in modernem Lebensraum vor dem Hintergrund einer langen Kulturgeschichte. Man schmeckt Manuel Nössings Leidenschaft, seine Weine sind wohldifferenziert fruchtige Spannungsfelder mit harmonisch würzigen Klängen von der unterkühlten Poesie der nutzlosen, aber sehr angenehmen Dinge.
Manuel Nössing fällt auf mit sehr vertraut wirkendem und doch ausgefallenem Wein von beachtlicher Qualität, die allgemeingültig werden sollte.
Die Wahrheit und Infos zu Geschmack, Philosophie und Wein des Manuel Nössing unter: http://www.manuelnoessing.com
Manuel Nössing
A1210 Stammersdorf,
1210 Wien,
Stammersdorfer Kellergasse



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