In der Küche des Renaissanceschlosses Horst in Gelsenkirchen-Buer steht ein eindrucksvoller Kamin mit hervorragenden bildhauerischen Arbeiten in Sandstein. Beim adeligen Erbauer Rüttger von der Horst spielte nicht nur die Küchenpraxis bei der Ausgestaltung des Raumes eine Rolle, sondern auch die künstlerische Note. Durch den Kamin mit den wertvollen Sandsteinarbeiten wird die Küchenarbeit, das Kochen, erhöht. In der Renaissance wussten die Schlossherren zu speisen, auch die Herren von der Horst, wie von Archäologen gefundenen Pfirchsichkerne und wertvolles Tafelgeschirr beweisen.
In Lübeck und anderen alten Städten ließen es sich auch die Bürger gut gehen. Spießbraten war eine leckere Sache und wurde häufiger genossen. Schön gestaltete Bratspießhalter aus Ziegelton weisen im Fundgut auf diese Küchenspezialität hin. Der Braten rotierte an einer Spezialanfertigung nicht direkt über dem Feuer, sondern in der Nähe des Feuers. Eigens dafür konstruierte Pfannen fingen den Bratensaft auf.
Drei Rezepte aus dem ,,Bujoch von guoter spise“ (1350 Würzburg), von der koestlichkeiten.de-Probierküche für heute kochbar gemacht, versetzen Sie in die Zeit der Burgen, Schlösser und Patrizierhäuser.
Heidnische Kuchen
Griechischer Reis
Griechische Hühner