,,Ich schreibe nur, was ich selbst gerne lesen würde“, plauderte Martin Suter einem Redakteur ins Mikrofon. Ja dann, lieber Martin Suter, muss dir ,,Der Koch“ nicht so gut gefallen haben, schon eher die Auseinandersetzung mit der molekularen Kochkunst. Nun kann Molekularkünstler Heiko Antoniewicz seine Gäste schon faszinieren, ich habe ihn selbst bei Dr. Oetker in Bielefeld erlebt. Dort zauberte er aus Oetkers Götterspeise exquisite Vorspeisen.
Jetzt aber im Ernst: Suter wird gelobt für seine raffinierten Plots und man sagt ihm nach, nahezu filmisch zu schreiben, also die Drehbücher für seine Romane gleich mitzuliefern. Dieser Suter war anders! Er erzählt die Geschichte des illegal in Zürich lebenden Tamilen Maravan, der als Hilfskraft in der Küche eines Sternerestaurants miterleben muss, wie die Stars am Herd schlampen. Maravan kann es besser, denn er hat in seiner Heimat von einer Tante die Kunst der aphrodisischen Küche gelernt.