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Kochbuch des Monats: Mamma Maria

Ein Liebesbeweis an Sizilien. „Mamma Maria! Familienrezepte aus Sizilien“ ist eine Hommage an das Essen, die Insel und eben Mamma Maria. Neben Familiensinn und geselligem Zusammensein gehört in Sizilien gutes Essen unabdingbar zur Lebensgestaltung. Die Schwäche für lukullische Genüsse jeder Art hat auf Sizilien tiefe Wurzeln. In kaum einem anderen Land wird mit so einfachen Mitteln ganz ohne Extravaganz so raffiniert und geschmackvoll gekocht wie in Italien. Essen und Trinken auf Sizilien aber ist gleichzeitig eine Zeitreise in untergegangene Epochen zu fremden Kulturen, die auf der Insel allesamt Spuren hinterließen. Meist kamen die Fremden nicht als Gäste, sondern als Eroberer, erst 1861 verhalf der Freiheitskämpfer Garibaldi Sizilien zur Vereinigung mit Italien.

Fischfrikadellen nach Mammas Art.

Durch die alten Griechen kamen die Oliven, Wein, Ricotta und Honig auf die triangelförmige Insel, die Römer bauten Hartweizen an, die Araber brachten Reis, Zitronen, Orangen, Mandeln und die Cassata, aber auch die Vorliebe für süß-saure Speisen mit. Den Spaniern gelang die Etablierung von Tomaten, Paprika, Auberginen, Zwiebeln und Kapern. Das sind längst nicht alle „Inselbesucher“, aber allen ist eines gemein, nämlich, dass sie neue Gesetze, neue Gewohnheiten aber auch neue Lebensmittel und Verarbeitungsformen brachten. Aus diesen ganzen „Mitbringseln“ verschiedener Kulturen ist schlussendlich eine authentische sizilianischer Küche entstanden, die sich durch eben genau diese eigenständige Vermischung der multikulturellen Einflüsse in der Kochkunst auszeichnet. Siziliens Küche zählt zu den ältesten und vielseitigsten Regionalküchen Italiens.

Quittenküchlein aus der Tonform.

Nudeln, Fisch und Süßspeisen sind die drei Grundpfeiler, die alle weiteren Zutaten tragen. Nudeln werden vorwiegend mit Gemüse gegessen, Fisch und Meerestiere kommen öfter auf den Tisch als Fleisch. Wilde Pflanzen wie Fenchel, Mangold, Spargel oder Borretsch werden vielfältig zubereitet. Fleischgerichte werden selten anders als vom Schwein, Lamm oder Kaninchen zubereitet. Käse wird in vielen Regionen produziert, Ricotta benötigt man vor allem für cremige Tortenfüllungen aber besonders für die Cassata, die hierzulande allerhöchstens als Eis mit kandierten Früchten bekannt ist. In Wirklichkeit ist die echte Cassata alla siciliana eine üppige Torte zu Hochzeit, Taufe oder Ostern. a

In der sizilianischen Küche wird viel gegrillt.

„Mamma Maria“ stellt die traditionelle Küche Siziliens vor, so wie sie von Generation zu Generation weitergegeben wurde und wird. Varianten von Region zu Region und von Köchin zu Köchin sind selbstverständlich. Alle Rezepte aus „Mamma Maria“ ist eine Hommage an die Mamma der Autorin Cettina Vicenzino und natürlich nur ein kleiner Teil des Kochrepertoires der Mamma. „Mamma Maria“ ist auch eine Laudatio an Kindheitserinnerungen und ein kleines Dorf mit Namen Militello, nahe Catania sowie eine Ehrbezeugung an die Zauberkraft und heilende Wirkung der Kochkunst Mamma Marias. „Mamma Maria“ ist Geborgenheit im Kreise der Familie, ist einfach der Geschmack von Sizilien, ist Genuss pur. Das Kochbuch des Monats mit 80 Rezepten ist für € 24,95 € im Christian Verlag, München erschienen. (ISBN 3-88472-948-9) Das gesamte Programm finden Sie unter: http://www.christian-verlag.de

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