Verlorenes Küchenwissen durch Neuauflage
eines Klosterkochbuches von 1937 neu entdecken
Die Kochkunst vieler Klosterschwestern ist allgemeinhin bekannt, mussten sie doch sparsam wirtschaften, sich nach dem Jahreslauf richten, fast ausschließlich regionale Produkte verwenden und zu kirchlichen Feiertagen, wie in der Fastenzeit, Festessen zauber oder Schmalhans Küchenmeister sein lassen. In der Donauregion ist die Kochkunst der Untermarchtaler Schwestern über die Region hinaus bekannt und beliebt bei allen, die einmal das Glück hatten, im Kloster einzukehren. Ursprünglich richtete sich das Kochbuch an Schülerinnen und Anfängerinnen in der Küche, heute besinnen wir uns gern auf vergessen Geglaubtes und wissen erprobte Hilfestellungen zu schätzen. Ein Spiegel vergangener Zeiten ruft Geschmackserinnerungen aus Kindertagen hervor und stellt gleichzeitig verlorenes Küchenwissen neu zur Verfügung. Etwa 1 600 laden zum Schmökern und Ausprobieren ein. Von Brühen, Suppen, ungewöhnlichen Salaten, Brotaufstrichen, Kompotten, Fleisch- und Fischgerichten, echten Puddingen und Aufläufen sowie Säften, Likören, Cremes, bis hin zu Diätformen, Speisenfolgen oder Tischdekorationen reicht der Wissensfundus dieses traditionellen Kochbuchs. Ergänzt wird die Sammlung durch einen Küchendolmetscher, der fremde Begriffe erklärt, damit alle Gesunden und Kranken, alle Armen und Reichen ernährt und erquickt werden und ein abwechslungsreiches Essen genießen können. Übrigens, jeder Gast ist in guter Gemeinschaft zu essen im Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern herzlich willkommen. Wir wünschen einen gesegneten Appetit. Info: Gutes aus der Klosterküche, 448 Seiten, € 14,95, ISBN: 978-3-7893-9416-4 / SCM Collection, www.scm-collection.de.
|