 - Meister im Kelller: Winzer Walter Kirnbauer.
Schon Konfuzius empfahl zur Ausbildung innerer Harmonie die Pflege der Musik. Darum und weil die Kirnbauers an Schwingungen glauben, ertönen im Weinkeller des Weinguts K+K KIRNBAUER balladeske und berührende Violinenmelodien. Die pannonische Klänge mögen im Wein wiederhallen und für sein Wohlgedeihen sorgen. Das Familienweingut K+K KIRNBAUER wird von den Menschen Walter, Irmgard, Markus und Alexandra mit viel Leidenschaft für Wein und Region betrieben. Mit dem von Weingärten umgebenen Gebäude in Deutschkreutz haben die Kirnbauers eine kompromisslose Heimat für Mensch und Wein geschaffen. Überhaupt liegt hier die Heimat des österreichischen Rotweins, der hier wiederum Blaufränkisch heißt. Dass das besondere Klima für Rotwein bestens geeignet ist, beweist die Anzahl der hervorragenden Winzer und die Hochwertigkeit der hier reifenden Weine. Viele Sonnenstunden, nach Osten hin offenes Gelände mit einem Schutzwall gegen Kälte und raue Winde nach Westen sowie tiefgründige Böden erlauben den Trauben großartiges Wachstum und eröffnen fast unbegrenzte Möglichkeiten und Spielarten für die Weinbereitung.
 - Die Fässer, in denen das Phantom reift.
K+K Kirnbauer „Girmer“ 2008 ist ein tiefrubinroter Zweigelt aus dem 50 Jahre alten Weingarten Hochbaum und ein rundum regionaltypisches Produkt von der Traube bis zum Fass. Diese Rarität des Hauses ruht und reift 18 Monate in Eichenbarriques, deren Holz aus eigenem Wald im Ortsteil Girm stammt. Allein schon die herrlich tief rubinrote Farbe erregt Aufsehen. Eine Duftwolke von reifen dunklen Beeren nimmt gefangen, Schokoladensüße und leichte Rauchnoten runden das Duftgefüge ab. Präsenz zeigt er am Gaumen und deckt immense Fruchtfacetten und zart-schmeichelnde Züge auf. Ein Wein mit kräftigen eigenen Nuancen. Ein Wein der vom Holzfass lebt, würzig stoffig daherkommt aber keineswegs aufgedonnert wirkt. Gar nicht unsichtbar, eher das Flaggschiff des Weinguts, ist „Das Phantom“. „Das Phantom“ ist die erste Cuvée Österreichs und bis heute, 20 Jahre nach seiner Geburt, immer noch ein Publikumsliebling. Walter Kirnbauer experimentierte als einer der ersten Winzer mit Barriques und war richtungsweisend für den Deutschkreutzer Weinbau. Früh setzte er auf kompromisslose Qualität.
 - Die Kirche von Deutschkreuz inmitten von Weinbergen.
K+K Kirnbauer „Das Phantom“ 2008 ist eine 18 Monate im Barrique ausgebaute elegante Cuvée aus Blaufränkisch, Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah und fast so etwas wie ein Klassiker des „Blaufränkischlandes“. Dieser tiefgranatrote, nach Cassis, Kirschen, Zwetschgen und Vanille duftende, weiche und saftige Wein mit ganz sanftem Holzgeschmack, Schokolade und Zitronenschale im Abgang sowie elegantem Tannin, ist sehr wohl wahrnehmbar und hat einen absolut angemessenen Preis. „Die besten Weine kommen aus Bordeaux, aus dem Piemont und aus dem Mittelburgenland“, davon ist Walter Kirnbauer überzeugt. Daher war es für ihn auch naheliegend, neben Blaufränkisch, dem Favoriten des Gebietes, auch Cabernet Sauvignon und Merlot auszupflanzen. Eine höchst exotische Idee für die Zeit vor etwa 25 Jahren. Merlot, dieses Stiefkind der österreichischen Rotweinkollektion, wäre geeignet, ein neuer Gipfelstürmer zu werden.
 - Walter Kirnbauer vor Ort im Fasskeller.
K+K Kirnbauer Merlot 2008 leuchtet dunkelrot und entwickelt schnell kraftvolle Holzaromen, denen reife Zwetschgen, Cassis, Schokolade und Kaffee folgen. Obwohl die internationale Traubensorte Merlot sich in Österreich weiterhin verbreitet, liegt der Anteil der mit Merlot bepflanzten Rebflächen immer noch im kleinstelligen Prozentbereich. Daher ist dieser Merlot in jedem Falle ein österreichischer Ausnahmewein und mit seiner saftigen Stoffigkeit von vollreifen Beeren am Gaumen ein warmes Energieerlebnis. 18 Monate im Fass erbringen ein geschmeidig weiches Gefühl von Harmonie. Ein Wein mit duftendem und überzeugendem Auftritt. Der Blaufränkisch, in Deutschland Lemberger genannt, gilt als die hochwertigste unter den österreichischen Rotweinsorten. Diese Traubensorte liebt die Böden des Mittelburgenlandes und das milde Klima, entwickelt recht starke Schalen, wächst lockerbeerig und liefert pro Kilogramm Trauben etwa 750 ml fruchtig klaren Saft für den Gärprozess. Der Traube selbst wird vor der Lese meist „der magere Spitz“ entfernt, denn saftig und kerngesund soll das Lesegut sein, damit Lebendigkeit und Freude ins Glas fließen kann.
 - In Kirnbauers Weinbergen wachsen edle rote Trauben.
K+K Kirnbauer „Mittelburgenland“ DAC Classic 2009 ist ein regionaltypischer Wein aus der traditionellen Traube des Mittelburgenlandes und hieß bisher „Blaufränkisch“ Classic. Die Weinbereitung findet im Stahltank statt, der 12 monatige Ausbau im großen Holzfass aus pannonischer Eiche. Eine kräftig rubinrote seelenvolle Komposition aus Würze und Kirschfrucht. Auf dem Weingut K+K Kirnbauer wird der Wein im Holzfass ausgebaut, aber nie findet man zu deutliche Holznoten, oder gar Überlagerungen der Frucht durch Holz- oder Rauchtöne. 25 Jahre Erfahrung im Umgang mit Barriques sind deutlich schmeckbar. „Holz belebt und macht den Wein weich, rund und harmonisch.“ Das Fassholz ist nur ein untergeordnetes Vehikel, das der Frucht zum Auftritt verhilft. „Vitikult“ steht für Blaufränkisch und Qualität. Dieser Zusammenschluss von Winzern, dem auch das Weingut K+K Kirnbauer angehört, hat sich der Rot-Wein-Kunst verschrieben und garantiert 100 Prtozent Frucht im Glas und unerreichbares Preis-Leistungs-Verhältnis unterhalb der 10 Euro-Grenze. Im Vitikult-9er-Karton kann von jedem Winzer eine Flasche erworben werden, um die Vielfalt des Mittelburgenlands zu erleben. K+K Kirnbauer Vitikult 2008 ist bromb(ä)eerenstark in der Nase und am Gaumen. Volle Ladung blitzsauberes Mittelburgenland.
 - Der Wein spricht für sich, doch Walter Kirnbauer kann über seinen Wein eine Menge erzählen.
K+K Kirnbauer Syrah 2008 ruht und reift 22 Monate im neuen Barrique, damit die Kraft der Traube, die eine frostempfindliche und starkwüchsige Primadonna ist, gebändigt wird. In erhöhter Lage und direkter Nähe zum Weingut wachsen die Reben für diesen eleganten Wein aus einer für das mittlere Burgenland unüblichen Edelsorte. Von imponierend tiefdunkler Granatfarbe präsentiert sich dieser Syrah und umschmeichelt die Nase mit dunkler Schokolade, einem Hauch Lebkuchen, bitter-würzigen Blumendüften und einer kleinen Prise Pfeffer. Der konzentrierte Geschmack offenbart sich nicht beim ersten Schluck, entfaltet sich dann umso eindrucksvoller und hält die Cassis-Aromen mit Himbeerseidigkeit eindrucksvoll lang. Insgesamt eine eigenständige Kollektion, der nur in absolut guten Weinjahren noch die wuchtige Cuvée „Forever“ hinzugefügt wird. „Eine Granate“, wie Walter Kirnbauer findet. „Forever“ wird erst nach 38 Monate in Flaschen gefüllt und seinen Höhepunkt erst in 10 bis 15 Jahren erreichen. Es scheint, als sei das Beste aus Rebe und Musik hier in die Fässer geraten. Man beschreibt Musik ja nun auch als Sprache der Engel. Hier haben die Engel gewiss gesprochen. Ausführliche Infos und Kontakt zu Weingut, Sortiment und Mittelburgenland unter: http://www.phantom.at oder kirnbauer@phantom.at Die „Vitikult“-Seite befindet sich leider derzeit in Überarbeitung: http://vitikult.at aber unter http://wein-im-burgenland.com sind Kontakte zu den Winzern möglich und einige Informationen verfügbar.
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