In der christlichen Tradition steht der Honig für Gottes Wort und bis ins 19. Jahrhundert blieb er in Europa der wichtigste Süßstoff. Honig ist ein sonderbarer Stoff, der erst durch die Biene zu dem wird, was er ist, nämlich grob 80 prozentiger Zucker von besonderer Herkunft. Blütenstaub und körpereigene Enzyme der fleißigen Bienen geben jeweils Geschmack, Farbe und Konsistenz. Das Aroma der Tracht, das heißt des Herangeflogenen, also der besuchten Blüten oder Zapfen, findet sich im Honig wieder.
Die Bienen sammeln den Honig also nicht, sie erzeugen ihn. Man kann schon sagen, je kräftiger die Honigfarbe, desto kräftiger auch der Geschmack. Hier sei nur der seltene und teure Buchweizenhonig genannt, der dunkelbraun bis schwarz wenig Süße aufweist. In den Handel gelangt er aus Canada von rosa blühenden Feldern. Am besten ist es sowieso, Honig beim Imker um die Ecke zu kaufen, die Geschmacksvielfalt ist phänomenal und hinzu kommen noch die keimhemmenden Stoffe, die das Immunsystem stabilisieren. In „Die Welt des Honigs“ entführt Simone Hoffmann in das gelobte Land, in dem Milch und Honig fließen. Hier ist ein Ort, wo es reichlich von allem Guten und Schönen gibt. Beste Kombinationen mit Honig ergeben Traumpaare, Rezepte zum Schwärmen eben und man will dieses Buch einfach lesen.
Christa Polenz
19,90 € ISBN 978-3-86528-673-4, Umschau-Verlag. http://www.umschau-buchverlag.de