 - Das Grabmal der Metella an der Via Appia, vor dem sich Goethe von Tischbein malen ließ.
Bild: Polenz
Der Unterschied wurde mir erst in Ligurien deutlich. Dort pflückte ich reife Feigen von den Bäumen des Paradieses, so kam es mir vor. Auf der Zunge taten sich die Entfernungen zwischen bei uns im Feinkostladen oder Supermarkt gekauften und unter der Sonne Liguriens gereiften Feigen auf. Goethes Reise in den Süden, in das Land seiner Träume, die Reise nach Arkadien wird wenigstens zu Teilen, diesem Unterschied geschuldet sein. Wenn er ,,Weingeländer, Mais, Maulbeerbäume, Äpfel, Birnen, Quitten und Nüsse“ über dem Fluß in ihrer reifen Pracht sah und von der ,,Fülle der Pflanzen- und Fruchtgehänge über Mauern und Hecken, An Bäumen herunter“ sah, dann erwachte der Feinschmecker im Geheimen Rat aus Weimar. Aber auch der Botaniker, der Geologe, der Universalgelehrte eben, saugte auf, was sich an Faszinitäten bot. Goethe reiste nicht aus Gründen, wie sie uns die Reisebüros heute als Inbegriff der Ferien, weis machen wollen. Goethe reiste, um seinen Erfahrungshorizont zu erweitern, seine Kultur mit der fremden Kultur abzugleichen.
 - CD ,,Italienisch Reise" mit Ulrich Tukur und Quadro Nuevo.
Der Geheime Rat und große Schriftsteller, der er zu dieser Zeit schon war, wurde erst während seiner Italienreise ,,erwachsen“. Die ,,Italienische Reise“ auf eine Doppel CD von Ulrich Tukur, Ulrike Kriener und Frank T. Zumbach gesprochen und von ,,Quadro Nuevo“ weit mehr als nur musikalisch begleitet, gibt einen Eindruck von Goethes Reisebedürfnissen im Land, wo die Zitronen blühen. Sprecher und Musiker geben uns einen wohltuend schönen Eindruck von den Bedürfnissen des großen Goethe auf seiner heimlichen Tour in den Süden.
 - Vor allem die antiken Denkmäler faszinierten den Mann aus Weimar. Hier der Konstantin-Bogen und das Colosseum.
Bild: Polenz
Vor allem Ulrich Tukurs Stimme und die sanften Musike von Quadro Nuevo haben etwas von der überbordenden Botanik, die an Mauern und Bäumen ,,lebhaft herrüberwirft“. Sie vermitteln alle miteinander das Gefühl von einer Woche Italienurlaub. Sprache und Musik wie ein Essen beim Italiener. Dem war Goethe nicht abgeneigt. Allenthalben in seiner ,,Italienischen Reise“ schwelgt er in den Genüssen und Bildern:
 - In Castel gan dolfo nahe Rom feiern die Dorfbewohner jährlich das Fest der Pfirsiche.
Bild: Polenz
,,Es ist keine Jahreszeit, wo man sich nicht überall von Eßwaren umgeben sähe, und man will auch, daß die Ware zum Verkauf schön aufgeputzt sei. Bei Santa Lucia sind die Fisch nach ihren Gattungen meist in reinlichen und artigen Körben, Krebse, Austern, Scheiden, kleine Muscheln, jedes besonders aufgetischt und mit grünen Blättern unterlegt. Die Läden von getrocknetem Obst und Hülsenfrüchten sind auf das mannigfaligste herausgeputzt. Die ausgebreiteten Pomeranzen und Zitronen von allen Sorten, mit dazwischen hervorstechendem grünen Laub, dem Auge sehr erfreulich . . .“
 - Engel des Bildhauers Bernini auf der Engelsbrücke in Rom.
Bild: Polenz
Wir empfehlen also für heute oder einen anderen schönen Tag die CD ,,Italienische Reise“ von GLM Music aus München, einen leckeren italienischen Wein und folgendes Speise zu genießen.
 - Leckere Tarteletts zur Musik von Quadro Nuevo.
Tarteletten „Italienisch“ (für 4 Personen)
200 g Weizenmehl 100 g Butter 1 Eigelb 1/4 TL Salz 10 Tartelettförmchen von 8 cm ? Hülsenfrüchte zum Blindbacken 1 Zwiebel 30 g entsteinte schwarze Oliven 250 g Tomaten 100 g Zucchini 100 g Parmaschinken 1 EL Olivenöl 1 EL gehackte Petersilie Salz Pfeffer 2 Eier 150 ml Sahne 1/2 Zottarella Rolle Basilikum (125 g) Salz Pfeffer
Für den Teig das Mehl auf eine Arbeitsfläche sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Butter in Stücken, das Eigelb, 2 EL kaltes Wasser und das Salz hineingeben und alles schnell zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Folie wickeln und 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 3-4 mm dick ausrollen und die Förmchen damit auskleiden. Am Rand leicht andrücken, die überstehenden Ränder abschneiden. Mit einer Gabel mehrmals einstechen. Den Teig mit Backpapier bedecken und die Förmchen mit Hülsenfrüchten auffüllen. Im vorgeheizten Backofen bei 200? C die Tarteletten 15 Minuten blind backen. Nach dem Backen die Hülsenfrüchte und das Papier vorsichtig entfernen. Für die Füllung die Zwiebel schälen und wie die Oliven fein würfeln. Die Tomaten kurz in kochendem Wasser blanchieren, kalt abschrecken, häuten, vierteln, Stielansatz und Samen entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Zucchini und Schinken ebenso fein würfeln. Das Öl in einer Pfanne erhitzen, den Schinken und die Zwiebel darin anschwitzen, Oliven und Zucchini kurz mitbraten. Tomaten, Petersilie, Salz und Pfeffer untermischen und gleichmäßig in die vorgebackenen Tarteletten füllen. Die Eier mit der Sahne verquirlen. Zottarella gut abtropfen lassen und in kleine Würfel schneiden, auf dem Gemüse verteilen und den Sahne-Guss darauf gießen. Bei 200? C im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und die Förmchen entfernen.
Pro Person: 724 kcal (3031 kJ), 24,7 g Eiweiß, 51,6 g Fett, 40,1 g Kohlenhydrate (3,3 BE)
|