Die häufigsten Weihnachtsgewürze und ihre positiven Wirkungen
In der Naturheilkunde werden Weihnachtsgewürze traditionell eingesetzt, um das Wohlbefinden zu steigern. Tatsächlich stammen die meisten Weihnachtsgewürze von Heilpflanzen. Die enthaltenen Bitterstoffe und ätherischen Öle sorgen nicht nur für den einzigartigen Geschmack und Geruch, sondern wirken sich gleichzeitig positiv auf Körper und Geist auf. Trotzdem stellt die Verwendung von Weihnachtsgewürzen natürlich keineswegs einen Ersatz für die Einnahme richtiger Medikamente dar. „Weihnachtsgewürze
haben eine wohltuende Wirkung, sollten aber nicht in zu hohen Dosen eingesetzt werden.
Weder nützen sie so der Gesundheit noch schmeckt es dann besonders gut“, erklärt Ingrid Bujara vom Institut Fresenius.
Zimt – der verdauungsanregende Klassiker
Der Klassiker unter den Weihnachtsgewürzen ist für seinen intensiven Geschmack und Duft bekannt. In der Naturheilkunde wird Zimt auch heute noch als natürliches Heilmittel eingesetzt. Er stärkt die Verdauung, regt Kreislauf und Durchblutung an und fördert die Fettverdauung. Tipp: Statt fertigem Zimtpulver besser eine Zimtstange frisch zerkleinern.
Nelke – der wohlriechende Schmerzstiller
Die Nelke überzeugt durch ihr herb-würziges Aroma. Auch sie hat pharmakologische Wirkungen und wurde vom Naturheilverein Theophrastus als die Heilpflanze des Jahres 2010 ausgezeichnet. Besonders ist sie für ihre schmerzstillende, regelrecht lokalanästhetische Wirkung bekannt. Sie wirkt darüber hinaus Entzündungshemmend, desinfizierend und appetitanregend.
Muskatnuss – das aromatische Muskelrelaxan
Die Muskatnuss ist mit ihrem leicht bitteren Geschmack das Lebkuchengewürz überhaupt.
In der Naturheilkunde findet sie Verwendung zur Beruhigung der Nerven, zur Linderung von rheumatischen Beschwerden und Muskelschmerzen sowie zur Förderung der Durchblutung.
Anis – der lakritzige Hustenstiller
Das Gewürz zeichnet sich durch seinen Geschmack nach Lakritz und süßem Kümmel aus.
Anis gilt als schleimlösend und ist daher oft in Hustensäften enthalten. Durch seine verdauungsfördernde und krampflösende Wirkung hilft Anis zudem bei der Verdauung fetter Speisen und kann auch Menstruationsbeschwerden lindern.
Koriander – der würzige Seelenbalsam
Die getrockneten Samen des Wintergewürzes duften verführerisch nach Orangen und Zimt.
Geschmacklich ist Koriander nichts Jedermanns Sache, denn das Gewürz hat ein seifiges Aroma. Koriander gilt als Geheimtipp gegen Migräne, wirkt belebend und beruhigt die Nerven.
Kardamom – der süßlich-scharfe Magenschoner
Das Weihnachtsgewürz gehört zur Ingwer-Familie und ist vor allem in Lebkuchen, Spekulatius und Stollen zu finden. Geschmacklich zeichnet sich Kardamom durch sein süßlich-scharfes, an Ingwer und Majoran erinnerndes Aroma aus. In der Naturheilkunde wird Kardamom zur Behandlung von Verdauungsproblemen eingesetzt.
Vanille – der liebliche Stimmungsaufheller
Vanille findet sich in fast jedem Plätzchenteig. Leider enthalten die meisten Produkte künstliches Vanille-Aroma und keine echte Vanille. Die echte Vanille erkennt man an den braun-schwarzen Punkten, die direkt aus der Vanillestange stammen. Vanille hat eine stimmungsaufhellende, nervenstärkende Wirkung und fördert die Bildung von Glückshormonen.