Bereits im Jahr 1858, so erzählt man sich in Venningen an der Weinstraße, hat die Pfarrersköchin Anna Berger die Schwarzen Nüsse oder ,,Pfälzer Trüffel“ ihren Pfarrern und deren Gäste als Delikatesse in dünnen Scheiben zu feinem Fleisch, Käse oder als köstliche Dekoration bei Pasteten gereicht. Doch die Tradition reicht viel weiter zurück, als 1858. Meine erste Begegnung mit ,,Schwarzen Nüssen“ hatte ich im Haus des Circusartisten Jean-André Hoppe in Heidelberg. Ich schrieb damals an einer Biographie der Hoppes, die einen großen Namen in der internationalen Circuswelt durch ihre Hausschweindressuren besaßen. Ille Hoppe gab mir und meiner Frau zwei Gläser der ,,Johannis-Nüsse“, wie sie diese merkwürdigen, eingemachten Früchte auch nannte, mit nach Hause. Wir probierten und waren begeistert.
Wer nun Walnussbäume hinter dem Haus stehen hat, kann sich diese offensichtlich aus der Pfalz stammende Delikatesse selbst herstellen, was sehr aufwändig ist. Oder, er bestellt sich ein oder mehrere Gläse auf dem Doktorenhof in Venningen, den wir jüngst bei unseren Weinstraßen-Begegnungen unter http://www.koestlichkeiten.de/essig-doktorenhof.html vorgestellt haben.