Das Lächeln der Frauen von Nicolas Barreau, aus dem Französischen übersetzt von Sophie Scherrer.
Ein Buch in einem Buch, Liebeskummer, Paris, ein geheimnisvoller Autor, eine schöne Köchin und ein kleines Restaurant sowie Essen, Irrungen und Wirrungen und natürlich eine Prise knisternder Erotik und ein Happy End. Diese Zutaten eines prosaischen Menüs sind allgemein bekannt, oft benutzt und für gut befunden worden.
Und genau deshalb überrascht, dass der „neue Barreau“, „Das Lächeln der Frauen“, eine gelungen unterhaltsame, nie langweilende Liebeserklärung an federleichte Träume und ein gutes Lebensgefühl ist. Nicht ganz so wendungsreich wie „Die fabelhafte Welt der Amélie“ aber verführerisch wie ein Gâteau au chocolat nimmt uns der junge Autor mit in ein Paris, das nicht ganz von dieser Welt ist, aber das Herz wärmt. „Das Lächeln der Frauen“ erobert romantische Seelen und macht Front gegen Weltschmerz jeder Art.
Aurélie, die Hauptfigur, hat Liebeskummer, sie ist unglücklich wie nie zuvor. Es ist November und ein zufällig entdecktes Buch weckt ihr Interesse. „Also, du hast dir so einen Liebeskummer-Ratgeber gekauft, und danach ging`s dir besser“, fasste Bernadette mein ganz persönliches Wunder in schlichten Worten zusammen. Nein, weit gefehlt, Bernadette hat es nicht verstanden. Nein, es ist ein Roman und Aurélie selbst sowie ihr eigenes Restaurant kommen darin vor. Obwohl die Welt der Bücher nicht so ganz ihre Passion, strenggenommen hält sie nur eine Sorte Bücher für das Glück vermehrend, nämlich Kochbücher, ist sie überzeugt, dass dieses Buch ihr Leben gerettet hat. Zudem verliebt sie sich unsterblich in den ihr unbekannten Urheber der Geschichte.
Aurélie will natürlich nicht mehr sterben, im Gegenteil, sie will ihren ahnungslosen Lebensretter kennenlernen und ihm danken. Hartnäckig verfolgt sie ihr Ziel, lernt aber eine andere Person kennen und ohne es zu merken, auch lieben.
Seit dem Tod ihres Vaters glaubt Aurélie nicht an Zufälle und darum misst sie ihrer Lektüre solch schicksalhafte, ja fast naiv zu nennende Bedeutung bei. Dennoch ist man 300 Seiten lang von Glück und Unglück, von einem roten Mantel und einem „Menu d `amour“, ja, vom Wahn der Liebe gefangen und liest mit einem Lächeln und in einem Rutsch wie alles anfängt und wie es endet. Dieses Buch beginnt mit einem Lächeln und es endet mit einem Lächeln. Ohne jemals kitschig zu sein.
Ein lebenskluges Buch in bitter-süßen Noten gegen den Blues und ungemein heiter allem zugewandt, was wir ersehnen. Und damit das Lächeln bleibt hier Entree und Dessert, ein äußerst beliebter und köstlicher Kuchen, des Menu d`amour.
für zwei Personen
Feldsalat mit Avocados, Champignons und Makadamianüssen in der Kartoffelvinaigrette
Zutaten:
100 Gramm Feldsalat
1 Avocado
100 Gramm kleine Champignons
1 rote Zwiebel
1 große Kartoffel (mehlig kochend)
10 Makadamianüsse
60 Gramm Schinkenspeckwürfel
2 bis 3 Esslöffel Apfelessig
100 Milliliter Gemüsebrühe
1 Esslöffel flüssigen Honig
3 Teelöffel Olivenöl
1 Stich Butter
Salz
Pfeffer
Den Feldsalat putzen, waschen und trockenschleudern. Die Champignons waschen, die Haut abziehen und in Scheiben schneiden. Die Avocado schälen und in Scheiben schneiden. Die Makadamianüsse in einer Pfanne mit einem Stich Butter goldbraun rösten. Die Zwiebeln halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Kartoffel mit Schale kochen, bis sie weich ist. Die Schinkenspeckwürfel in einer Pfanne anbraten, bis sie schön knusprig sind. Dann die Gemüsebrühe aufkochen und Essig, Salz, Pfeffer, 1 Esslöffel Honig und Öl einrühren. Die Kartoffel pellen, in die Brühe geben und mit einer Gabel zerdrücken und alles mit dem Schneebesen glattrühren. Den Feldsalat mit den Champignons, den Avocadoscheiben, Zwiebeln und Nüssen auf Tellern anrichten. Die Schinkenspeckwürfel darüberstreuen und mit der lauwarmen Sauce beträufeln. Sofort servieren.
Gâteau au chocolat mit Blutorangenparfait
100 Gramm feine Bitterschokolade, mindestens 70 Prozent Kakaoanteil
2 Eier
35 Gramm gesalzene Butter
35 Gramm brauner Zucker
25 Gramm Mehl
1 Päckchen Vanillezucker
4 Stück Schokolade extra
Die Schokolade und die Butter im Wasserbad schmelzen. Eier schaumig schlagen und den Zucker dazugeben. Vanillezucker einrühren. Das Mehl und die geschmolzene Schokolade unterheben. Zwei Förmchen mit Butter ausfetten und mit Mehl bestäuben. Dann die Förmchen zu einem Drittel füllen und je zwei Schokoladenstückchen darauflegen und den restlichen Teig einfüllen. Im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad 8 bis 10 Minuten backen. Die Gâteaux au chocolat sollen nur außen gebacken und innen flüssig sein und werden mit Puderzucker überstäubt und lauwarm serviert. Dazu reicht man
Blutorangenparfait
Zutaten
3 Blutorangen
2 Eigelb
100 Gramm Puderzucker
1 Prise Salz
2 Päckchen Vanillezucker
¼ Liter Schlagsahne
Das Eigelb mit Zucker, einer Prise Salz und 3 Esslöffel heißem Wasser mit dem Mixer aufschlagen, bis die Masse dicklich wird. Dann Saft von zwei Orangen zugießen. Die Sahne mit dem Vanillezucker steif schlagen und unter die Creme ziehen. In eine Form geben und über Nacht gefrieren lassen. Zum Gâteau au chocolat servieren und mit Orangenscheiben verzieren. Bon Appetit!