 - Steffen Henssler, Yotam Ottolenghi und Chakall: Unprätentiöse Rezepte.
Neuigkeiten bei Dorling Kindersley

Ein Kochbuch, das von allem im Überfluss hat, aber eine, als wesentlich angesehene, Zutat weglässt, nämlich das Fleisch und doch überreichlich zufriedenstellt. Wieder setzt ein Brite, zwar mit israelisch-deutsch-italienischen Wurzeln, neue Trends für die Küche. Yotam Ottolenghi ist Zeitungskolumnist und betreibt gemeinsam mit einem arabischen Freund vier Restaurants in London. Und Yotam Ottolenghi ist Kochbuch-, nein, Bestsellerautor. Der Name seines Kochbuchs „Plenty“ ist Programm. Maximale Aromen, maximale Qualität und maximale Optik. „Plenty“ ist in der deutschen Übersetzung nun als „Genussvoll vegetarisch. Mediterran, orientalisch, raffiniert“ bei Dorling Kindersley (ISBN 978-3-8310-1843-7) für € 24,95 erschienen. Genussvoll vegetarisch gibt jeder Küche den Frischekick, bringt scharfe Kontraste und überreichlich Farbe in Alltag und Essen. Kein selbstkasteiendes Graugemüse, sondern Farbenfreude mit mediterran-orientalischer Würze in unzähliger Kombination, dass bereits das Hinsehen ein Genuss ist. Bei dem Cover des Buches ist das leider nicht der Fall. „Glamouröser als bei Ottolenghi ist Gemüse nie gewesen“ schreibt der Tagesspiegel und er hat recht. 125 Rezepte wie ein Feuerwerk. Spritzig, feurig, bunt kommen die kulinarischen Genüsse in Überfluss daher und ergeben eine einzigartig würzige Mixtur, die reichhaltig und voller Phantasie die Gerichte mit einer ganz eigenen Note ausstatten. Yotam Ottolenghi selbst ist kein Vegetarier, er gibt sogar Hinweise, wie die von ihm kreierten Gerichte mit Fleisch oder Fisch kombiniert werden können. Lediglich der Genuss steht auf den 288 Seiten des Buches im Vordergrund und so wird es vielleicht manchen „Allesesser“ wundern, dass nichts, wirklich nichts fehlt, wenn Fleisch oder Fisch nicht auf dem Teller liegen. „Genussvoll vegetarisch“ ist einfach ein Buch für Menschen, die gerne kochen, schwelgen, ja genießen. Und der Autor ist sozusagen durch Geburt prädestiniert dafür, mit Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Getreide umzugehen. Denn das Essen, mit dem er aufwuchs, bestand aus einer bunten Palette unterschiedlicher kulinarischer Kulturen und einer fantastischen Auswahl frischer Zutaten neben dem täglichen Spaß am Essen. Da wird gebraten, gegrillt oder mariniert was sonst in Wasser gekocht wurde. Da wird kombiniert was das Zeug hält und heraus kommt ein Rausch der Aromen. Bekannt wurde Yotam Ottolenghi durch die Art und Weise, wie er mit Gemüse und Getreide umging, und durch die Originalität der Salate. Aber seine Vorlieben und Assoziationen gehen weit darüber hinaus. Yotam Ottolenghi bringt Abwechslung in jeden Speiseplan, setzt er doch auf Ergänzung und Gegensatz von Aromen gleichermaßen. Mit Yotam Ottolenghi wird jedes Essen ein Freudenfest. Ottolenghi scheint neue Maßstäbe für Schlemmer zu setzen, Ottolenghi macht genusssüchtig. Viele Fans hat diese Sucht bereits befallen. Infos zu Genussvoll vegetarisch: http://www.dorlingkindersley.de

Wer Steffen Henssler schon mal in einer Kochshow gesehen hat, wird bemerkt haben, dass der Bursche fast immer lächelt, schon mal Faxen macht und manchmal ein wenig despektierlich wirkt. Aber sympathisch. Steffen Henssler verkörpert so etwas wie das kalifornische Lebensgefühl, nämlich Spaß haben und glücklich sein. Und kochen können. Denn das kann er, der oft so locker wirkt, aber eben ohne viele Konventionen. Ein Freestyler, der sicherlich viele Gründe hätte, jetzt in Kalifornien zu sein, aber dann doch in Hamburg landete. Steffen Henssler ist ein Promi-Koch für den „lecker“ zum Alltag gehört. Er lernte das Handwerk in einem Sternelokal, ließ sich in Los Angeles zum ersten deutschen „Professional Sushi Chef“ ausbilden, betreibt zwei Restaurants in Hamburg, eines davon gemeinsam mit seinem Vater und ist seit Jahren im Fernsehen präsent. Er beweist Intuition für Küchentrends mit Überraschungseffekt. Bei Steffen Henssler muss im Mund etwas passieren. Er liebt die sich ergänzenden Gegensätze von süß und sauer, weich und knusprig, scharf und mild. Hauptsache lecker ist eine alltagstaugliche Rezeptsammlung für Grillfans, Vegetarier, Feierabendköche oder Gästeverwöhner. Sushi-Freaks und Süßschnäbel werden auch bedacht. Der, der sich selbst leicht ironisch als Fisch-Fiete bezeichnet, wartet selbstverständlich mit tollen Fischvariationen auf. Fisch in Wasabi-Senf-Sauce, als Päckchen, als Eintopf, als gebratenes Filet oder als Salat aus der Pfanne. Und natürlich als Sushi mit Roll-Anleitung. Tipps – keine Tricks, also Produktinformationen und kleine Hinweise, die das Küchenleben erleichtern, und bei der Auswahl der Zutaten sowie bei der Zubereitung helfen, gibt’s obendrein. Und natürlich selbst gemachte Saucen, weil die viel leckerer sind als gekaufte. Insgesamt 118 Rezepte, zum Beispiel für kleine Geschmacksbomben, die „Shooter“ heißen und perfekt zu jeder Party passen, aber auch als leckere Suppen geeignet sind, für Fleischgerichte mit Asia-Touch und Süßes, das an Kindertage erinnert, ein wenig neu aufgelegt. Zitronengras-Milchreis mit Heidelbeerkompott ist lauwarm serviert eine wirklich unglaubliche Kombination. Und das Mandelsoufflé mit Kirschkompott mit Geling-Versprechen gelingt wirklich. 240 Seiten lang geht es um schnelle Feierabendküche, Fitnessfood, Küchenparty und um Steffen ganz persönlich. Von seiner großen Liebe ist da zu lesen. „Nein, nicht was ihr jetzt denkt….Kalifornien, das ist meine große Liebe, seit ich zum ersten Mal dort war, Anfang der 1990er.“ An dieser Energie die dort in der Luft liegt und die dazu beiträgt, dass dort die höchsten Bäume der Welt wachsen, können wir teilhaben, denn der Steffen Henssler hat davon etwas mit nach Hamburg gebracht. Wer kocht hat übrigens mehr vom Leben. Schöpfen Sie aus dem Vollen, haben Sie Spaß, kochen Sie los. Infos zu Hauptsache lecker (ISBN 978-3-8310-1838-3)von Steffen Henssler über den Verlag: http://www.dorlingkindersley.de . Das Buch kostet € 24,95

Ein wenig kommt er rüber wie ein Popstar. Der Turban ist sein Markenzeichen, der Name klingt geheimnisvoll. Ob den nun seine Freunde wegen seiner vielen Reisen erfanden, oder ob der aus Kindertagen an ihm hängen blieb, mag unbeantwortet bleiben. Und das bunte Wickelkopftuch erweist sich als durchaus sinnvoll. Auf seinen Reisen durch etwa 100 Länder schützte diese Kopfbedeckung Chakall vor Hitze, Staub und Regen. In der Küche schaut es allemal besser aus als eine Kochmütze und erweist sich noch als der Hygiene dienlich. Und ein Markenzeichen gereicht jedem Star zum Ruhm. Nehmen wir`s doch hin. Entscheidend für die Prominenz einer Person ist die Größe der Fangemeinde und die ist bei Chakall verdammt umfangreich. Er ist ein beliebter Fernsehkoch in Portugal, in China sehen und bewundern ihn Millionen. Chakall ist ein Mann mit einer interessanten Vita. Aufgewachsen in Buenos Aires, mit Wurzeln in Italien, Spanien, Frankreich und der Schweiz, studierte er zunächst und rezensierte Musik für den Rolling Stone. Seine Reiselust führte ihn zu allen Enden der Welt und inspirierte ihn zum Kochen. Ein Kosmopolit an Pfanne und Topf, der jeden Tag neu improvisiert, ständig auf der Suche nach der Verbindung kontrastierender Zutaten und Aromen ist. Ein wenig sind es Fernwehrezepte. Exotisches trifft auf Bewährtes und Einfaches trifft auf Raffiniertes und heraus kommen Chakalls Lieblingsgerichte. Sie sind eine Liebeserklärung an den nahen und fernen Osten, an die Küchen des asiatischen Raums mit ihrem Reichtum an schmeckbarer Fremde und an uralte Traditionen sowie an das Essen überhaupt. Ckakalls Rezepte sind überaus einfach zu kochen, nichts ist hier mit Kapricen versehen, eine „Liaison von“ sucht man hier vergeblich und doch sind die Rezepte durch die ungewohnten Aromen einfach köstlich und machen Spaß. Lediglich die süße Wucht einiger Gerichte kann Irritation hervorrufen. Kochanfängern sei die Focaccia empfohlen, dazu passen so ziemlich alle Dips der Welt oder ganz besonders gut der Lachs aus dem Ofen mit Zitronengras und Lauch. Und wenn man bei der Bloody-Mary-Suppe den Tomatensaft weglässt, wird daraus eine köstliche und blitzschnell hergestellte Sauce zu Ravioli oder anderer Pasta. Übrigens: Lieblingsmusiken gibt es als ,,Beilage“ zu den Rezepten. Mit der Herausgabe der deutschsprachigen Bücher des Kultkochs Jamie Oliver gelang es dem DK Verlag einen neuen, jungen Kochtrend auszulösen. Auch tragen die Starköche Steffen Henssler, Gordon Ramsay und Chakall zu diesem Erfolg bei. Insgesamt erscheinen bei DK fast 1000 Titel, die jährlich als 55 Millionen Bücher in Druck gehen und in 45 Sprachen und 60 Ländern erscheinen. Informationen darüber, wie Chakall kocht (ISBN 987-3-8310-1750-8) unter: http://www.dorlingkindersley.de . Das Buch kostet € 19,95
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