Die Ostbayern sind Genießer, die nicht viel Aufhebens machen, sondern sich lieber still und gründlich den Spezialitäten ihrer Region widmen. Donauzander und Oberpfälzer Karpfen fischen sie aus Fluss und Teichen; zur Brotzeit tischt man gern Regensburger, Geräuchertes oder Oberpfälzer Bauernseufzer auf. Kartoffel- und Mehlspeisen sind beliebt: Deggendorfer Knödel, niederbayerische Teigknödel, Bauchstecherl, Erdäpfelkas … Ein Gedicht: "G´selchts und G´wichste" niederbayerisches Schwarzgeräuchertes mit Roggenknödeln. Und nach dem Essen regen Bärwurz und Blutwurz, kernige Wurzeldestillate, die Verdauungssäfte an.
150 gute Gründe für einen Ausflug nach Ostbayern
Stolze 150 Brauereien sorgen dafür, dass in der Oberpfalz und in Niederbayern Hopfen und Malz nicht verlorengehen. Neben den altbayerischen Klassikern, Hellem und Weißbier (im Sommer gern mit Zitronenlimo gemixt und als erfrischende Radler- oder Russn-Maß getrunken), lieben die Oberpfälzer ureigene Spezialitäten: Kellerbier und Zoigl.
Ungespundetes Kellerbier – ein dunkel eingebrautes Bier – hat seine Wurzeln in Mittelfranken und der nördlichen Oberpfalz. "Ungespundet" bedeutet: die Kohlensäure, die bei der Gärung entsteht, wird während der Reifung nicht (durch Überdruck) im Bier gebunden, sondern kann größtenteils entweichen. Kellerbier hat also wenig Kohlensäure und ist damit ganz besonders bekömmlich.