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Home  >  Getränke  >  Bier  >  Bierreise durch Bayern
Bierreise durch Bayern:


Brezen und Bier sind in Bayern zu Hause.
Bild. Bayern-Touristik


Urwüchsiges und unverfälschtes Ostbayern

Urwüchsig, unverfälscht und geprägt von altem Brauchtum: so sind Land und Leute in Ostbayern. Und auch die kulinarische Tradition ist authentisch und lebendig in der Urlaubsregion zwischen Naturparks und Hopfengärten, Barockvierteln und Bäderdreieck. In jahrhundertealten Wirtshäusern und lauschigen Biergärten serviert man hervorragend gepflegte Biere aus Traditionsbrauereien; dazu Brotzeiten, für die es sich lohnt, den Gürtel etwas weiter zu schnallen. Beim Wandern im Bayerischen Wald oder auf der Donau-Radtour von Regensburg nach Passau erleben Einheimische und Urlauber bayerische Bilderbuch-Landschaften – und holen sich Durst auf eine frische (Radler-)Maß im nächsten Biergarten!
Zwei bayerische Bezirke liegen im östlichen Bayern: im Norden erstreckt sich die Oberpfalz zwischen Tirschenreuth und Regensburg, im Süden schließt sich, von Straubing bis nach Passau, Niederbayern an. Der Oberpfälzer Wald im bayerisch-tschechischen Grenzgebiet und der Bayerische Wald, der sich entlang der Donau ausdehnt, prägen die Landschaft ebenso wie die Hopfengärten der Hallertau im Westen, in der Gegend um Landshut. In diesem größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt wächst ausgezeichneter Qualitätshopfen. Und auch der Anbau hochwertiger Braugerste hat in Ostbayern lange Tradition. Kein Wunder, dass es hier einige der ältesten Brauereien der Welt und viele traditionsreiche Bräustüberl und Wirtshäuser zu entdecken gibt.



Die Ostbayeren sind Genießer und lassen es sich bei typischen Speisen schmecken.
Bild: Bayerischer Brauerbund


Die Ostbayern sind Genießer, die nicht viel Aufhebens machen, sondern sich lieber still und gründlich den Spezialitäten ihrer Region widmen. Donauzander und Oberpfälzer Karpfen fischen sie aus Fluss und Teichen; zur Brotzeit tischt man gern Regensburger, Geräuchertes oder Oberpfälzer Bauernseufzer auf. Kartoffel- und Mehlspeisen sind beliebt: Deggendorfer Knödel, niederbayerische Teigknödel, Bauchstecherl, Erdäpfelkas … Ein Gedicht: "G´selchts und G´wichste" niederbayerisches Schwarzgeräuchertes mit Roggenknödeln. Und nach dem Essen regen Bärwurz und Blutwurz, kernige Wurzeldestillate, die Verdauungssäfte an.


150 gute Gründe für einen Ausflug nach Ostbayern

Stolze 150 Brauereien sorgen dafür, dass in der Oberpfalz und in Niederbayern Hopfen und Malz nicht verlorengehen. Neben den altbayerischen Klassikern, Hellem und Weißbier (im Sommer gern mit Zitronenlimo gemixt und als erfrischende Radler- oder Russn-Maß getrunken), lieben die Oberpfälzer ureigene Spezialitäten: Kellerbier und Zoigl.
Ungespundetes Kellerbier – ein dunkel eingebrautes Bier – hat seine Wurzeln in Mittelfranken und der nördlichen Oberpfalz. "Ungespundet" bedeutet: die Kohlensäure, die bei der Gärung entsteht, wird während der Reifung nicht (durch Überdruck) im Bier gebunden, sondern kann größtenteils entweichen. Kellerbier hat also wenig Kohlensäure und ist damit ganz besonders bekömmlich.



Dunkles Bier und Essen gehen in Bayern gut zusammen.
Bild. Bayerischer Brauerbund


Zoigl ist ein unfiltriertes, naturtrübes Bier, das, wie das Kellerbier, kaum gespundet wird. Der Name "Zoigl" stammt von "Zeigel", d. h. Zeichen. Gemeint ist der sechseckige "Zoigl-stern", den einst Hausbrauer über die Tür hängten, wenn sie ein Fässchen Bier gebraut hatten. Rasch kamen die Nachbarn herbei und ließen sich auf eine kräftige Brotzeit und einige Krüge Zoiglbier in der Stube nieder. Bis heute bieten Zoiglstuben ihre selbstgebrauten Spezialitäten an. Vom Massentourismus haben die urigen und gemütlichen kleinen Gaststuben, z. B. in Windischeschenbach und Neuhaus, noch nichts gehört. Stattdessen treffen sich hier Oberpfälzer Originale und nicht selten holt ein Besucher seine "Quetschn", das Akkordeon, hervor. "Bayern unplugged", sozusagen, und ein echtes Erlebnis.


Genießen für den guten Zweck

Ein Bischof oder Fürst als Brauherr? In Bayern keine Seltenheit. So manche bayerische Brauerei ist in kirchlicher Hand, in Kloster- oder Adelsbesitz; daneben gibt es Genossenschafts-Brauereien und traditionsreiche Kommun-Brauhäu-ser. Und zahlreiche Stiftungsbrauereien sorgen für den Genuss zum guten Zweck.



Diee älteste Spitalbrauerei ist in Regensburg beheimatet.
Bild: Bayern Toruistik


Die älteste Spitalbrauerei der Welt hat ihren Sitz in Regensburg. Seit 750 Jahren werden hier Bierspezialitäten gebraut; der gesamte Erlös kommt dem Altenheim des Katharinenspitals zugute. Bereits die Gesandten des Immerwährenden Reichstags (die Ständevertretung im Heiligen Römischen Reich von 1663 bis 1806) ließen sich gern das Spitalbier schmecken. Bis heute haben alle Bewohner des Altenheims Anrecht auf ihren "Haustrunk"; schließlich hatte 1230 der Regensburger Bischof Siegfried den Heimbewohnern ein Seidel Bier als wohltuenden Schlaftrunk verordnet.
Klein und fein ist die Spitalbrauerei Regensburg bis heute. Vertrieben werden die Biere nur in und um Regensburg – soweit man von der Kirchturmspitze aus sehen kann. Am liebsten kommen die Regensburger ohnehin gleich selbst in den Spitalgarten, um bei einer Halben oder Maß den Panoramablick auf die Donau, die Steinerne Brücke und den Regensburger Dom zu genießen. Die Bürger identifizieren sich mit der Spitalbrauerei: jeder Krug Spital-Bier ist gewissermaßen eine Einzahlung in die Altersvorsorge …



Ob dunkel oder hell: Einzigartig schmecken Bier und Spezialitäten der Region.
Bild: Bayerischer Brauerbund


Typisch (ost-)bayerisch!

Die Brauereien in Ostbayern stehen exemplarisch für die bayerische Biervielfalt. Jede bayerische Bierregion lockt mit Schätzen, die man sehen, erleben und schmecken muss!
Besonderen Reiz gewinnt Ostbayern aus dem Dreiklang von Natur, Kultur und kulinarischem Genuss. Unter dem Motto "Bier und Barock" stellt der Tourismusverband Ostbayern Ausflugsziele, Brauereien und Wirtshäuser vor, lädt zu Veranstaltungen ein und informiert über die Bier- und Schmankerlvielfalt in der Region. Zünftig feiern lässt sich´s auf den Volksfesten und Jahrmärkten in der Oberpfalz und in Niederbayern. Einige Höhepunkte im Biersommer 2008: das Grenzlandfest in Zwiesel (15. bis 23.7.), das Pichelsteinerfest in Regen (25 bis 30.7.), das Gäubodenfest in Straubing (8. bis 18.8.) und der Gillamoos in Abensberg (31.8. bis 4.9.).



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